von unserem Mitarbeiter 
Max Kaltenhäuser

Herzogenaurach — Nach sieben Spieltagen gilt sie als Überraschungsmannschaft der Bezirksoberliga Ostbayern: Die HSG Nabburg/Schwarzenfeld katapultierte sich mit einem grandiosen Saisonstart an die Tabellenspitze, setzte mit einer Reihe von souveränen Ergebnissen ein Ausrufezeichen an den Rest der Liga. Am Samstag gastieren um 19.15 Uhr die punktgleichen Handballer der TS Herzogenaurach in Schwarzenfeld.

HSG Nabburg/Schwarzenf. -
TS Herzogenaurach

Nach dem Remis beim ESV Regensburg ist die HSG-Sieben um den erfahrenen Trainer Daniel Kessler zwar auf den zweiten Platz zurückgefallen, doch die Oberpfälzer sind das einzige Team der Liga, das bisher noch keine Niederlage hinnehmen musste. Lediglich gegen Sulzbach-Rosenberg ließ die Handballspielgemeinschaft zuvor Federn.
Dafür zwang Nabburg vermeintliche Favoriten wie den neuen Spitzenreiter TV Erlangen-Bruck oder die HSG Erlangen/Niederlindach überraschend problemlos in die Knie. Auf die Turnerschaft wartet ein schwer ausrechenbarer Kontrahent. Immerhin verteilen sich die Torerfolge der HSG recht ausgeglichen auf verschiedene Schützen. "Sie haben keinen einzigen Spieler, der groß heraussticht. Stattdessen sind sie über das Kollektiv erfolgreich", meint TS-Spielertrainer Ingo Kundmüller.


Augenmerk auf Kiener und Blödt

Trotzdem sollten die Herzogenauracher ein besonderes Augenmerk auf die beiden wurfgewaltigen und körperlich robusten Schützen Kiener und Blödt legen, die sich durch ihre Kaltschnäuzigkeit auszeichnen. Gemeinsam mit dem routinierten Schlussmann Strejc bilden sie das Grundgerüst der Hausherren.
Für Kundmüller gilt es daher, seine Sieben optimal auf den Tabellenzweiten einzustellen. Dabei müssen die Herzogenauracher voraussichtlich auf die Dienste von Thomas Josnik, Michael Hettchen und Neuzugang Jörn Marks verzichten. "Diese Ausfälle treffen uns hart. Ausgerechnet in so einem wichtigen Spiel hätte ich gerne alle dabeigehabt. Aber nun müssen eben andere Spieler in die Bresche springen", fordert der Coach der Aurachstädter.


Brocken beiseiteschieben

Diesen dürfte es aufgrund einer bislang sehr guten Saison nicht an Selbstvertrauen mangeln. Nichtsdestotrotz stehen den Mittelfranken "noch einige schwere Brocken" (Kundmüller) in der Hinrunde bevor. Am kommenden Samstag kann der erste davon schon einmal beiseitegeschoben werden.