Niederfüllbach — In einem turbulenten, hoch spannenden Spiel nahm der TV Ebern zwar glücklich, aber letztlich verdient gegen eine wieder einmal defensiv zu nachlässige TSG Niederfüllbach die Punkte mit. Das waren "Big Points" im Tabellenkeller.
Die Partie war gerade acht Minuten alt, da sorgte TSG-Neuzugang Bischoff mit einem fulminanten Freistoß aus 25 Metern für einen Knalleffekt, doch Gästetorwart Kapell konnte sehenswert entschärfen.
Fortan setzten die Gäste die TSG-Defensive unter Dauerdruck, die sich im weiteren Verlauf bei Torwart Pätzold bedanken durfte, der in der 10. und 15. Minute gleich zweimal gegen den durchgebrochenen Gästestürmer Ludewig parierte.
Die TSG-Offensive fand im weiteren Verlauf kaum zu zwingenden Gelegenheiten und hatte in der 24. Minute zudem Pech, dass J. Späths Fernschuss an die Latte klatschte. Auch diese Aktion taugte nicht als Muntermacher für die Hausherren-Defensive, die sich in der 34. Minute wieder einmal zu einfach übertölpeln ließ.
Einen langen Einwurf von der Mittellinie nahm Eberns Spielertrainer J. Fischer auf, tankte sich bis zur Grundlinie und servierte dem mitlaufenden S. Kapell, der nur noch zum 0:1 einzuschieben brauchte. Die Gäste nutzten die folgende Verunsicherung auf TSG-Seite eiskalt und erhöhten kurz vor der Pause gar noch auf 0:2 durch S. Fischer.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren mit mehr Druck aus der Kabine, fanden jedoch zunächst kein Durchkommen. Auch bei zwei aufeinander folgenden Eckbällen, als zunächst J. Fischer knapp über die Latte und Hammerschmidt an den Pfosten köpfte (58., 60.), blieb der TSG das Glück versagt.
Erst in der 65. Minute wurden die Bemühungen belohnt, als J. Späth aus zehn Metern nach schöner Vorarbeit von Giller zum 1:2 - Anschluss einschob.
Fortan begann eine wahre Drangphase der Hausherren gegen nur noch auf Konter lauernde Gäste, die jedoch fruchtlos blieb. Einzig der eingewechselte Merz brachte Gefahr durch einen direkt genommenen Ball nach Flanke von C. Fischer, der jedoch an das Gäste-Außennetz (68.) ging. Auf der Gegenseite hatte S. Fischer die Entscheidung auf dem Fuß, als er nach einem langen Ball gegen die aufgerückte TSG-Abwehr allein vor Pätzold vergab (80).
In der Schlussphase überschlugen sich dann die Ereignisse: Die kompromisslos anrennenden Hausherren hatten in der 85. Minute die größte Chance zum Ausgleich, als nach Pass-Stafette von Sell und J. Späth plötzlich Aßmus fünf Meter vor dem Tor den Ball am Fuß hatte, die Kugel jedoch direkt in die Arme des Keepers schob.
Und nur eine Minute später profitierte Sell von einem verunglückten Abwehrversuch eines Gästespielers und hatte elf Meter vor dem Tor den Ball, Elflein konnte sich jedoch in letzter Sekunde in den Schuss werfen.
Direkt mit dem darauf folgenden Gästeangriff wurde erneut der bärenstarke J. Fischer zum Protagonisten der Entscheidung. Dieser setzte sich nach einem Abschlag auf der rechten Bahn durch, flankte nach innen, wo Ludewig goldrichtig stand und zum 1:3 einköpfte. babü