Lichtenfels — Im Mittelpunkt der Jahresabschlussfeier der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Ortsgruppe Lichtenfels, in der Gaststätte "Wallachei", stand auch fast 70 Jahre nach der Vertreibung das Bekenntnis zur alten Heimat. Zu Beginn der Feier wurden die vier Kerzen am Adventskranz angezündet. Die erste Kerze solle brennen für einen Gruß an die Heimat, die Zweite brenne für alle, die wegen Krankheit fehlten, mit der dritten Kerze gedenke man der Einsamen und Verlassenen und die vierte Kerze leuchte für all diejenigen, die uns schon vorausgegangen seien, so die Obfrau Heidi Engelhardt. Gemeinsam wurde das Lied "O Heiland reiß die Himmel auf" gesungen und die Damen der Ortsgruppe erzählten Weihnachtsgedichte und Geschichten über die Heimat. In seinem Grußwort sagte Pastoralreferent Thomas Reich, dass er Respekt und Hochachtung vor der Leistung der Sudetendeutschen habe, die nach der Vertreibung nicht die Hände in den Schoss legten, sondern kräftig mit anpackten. Reich, der durch seine Schwiegereltern eine Verbindung zu den Sudetendeutschen hat, betonte, der Advent sei eine Zeit der Freude und nicht der Angst, die durch die Terroranschläge verbreitete werde. Grußworte sprachen auch der evangelische Pfarrer Ralph- Peter Zettler und Stadtrat Stefan Hofmann.
Für 20 Jahre Mitgliedschaft wurde dann Elisabeth Schramm geehrt, für 25 Jahre Stanislav Koch, für 30 Jahre Ingrid Mann und Friedrich Thiel, für 45 Jahre Margarete Oberthür und für 50 Jahre Erich Dittel. Die musikalische Umrahmung der Jahresabschlussfeier hatte Rosemarie Kraus mit ihrem Keyboard übernommen. hv