Hygiene- und Kosmetikprodukte aus dem Alltag der DDR werden 2018 im Europäischen Flakonglasmuseum Kleintettau im Rahmen einer Dauerausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt. Dazu bedarf es einer umfangreichen Vorbereitung. Erfreulicherweise kam Schützenhilfe aus Köln.
Dank der Initiative von Museumsleiter Sandro Welsch konnten sieben Master-Studierende des Instituts für Restaurierung und Konservierung von Kunst- und Kulturgut (CICS) der Technischen Hochschule Köln für entsprechende Vorarbeiten gewonnen werden.
Unter der fachlichen Leitung von Prof. Dr. Friederike Waentig wurde der Teilbestand der Kunststoffobjekte konservatorisch und materialtechnologisch erfasst. Neben Begutachtung und Identifikation der Materialien wurden potenzielle Risikofaktoren aufgenommen und Empfehlungen gegeben für den konservatorischen Umgang mit den Objekten. Das Engagement in Kleintettau wurde von den Studentinnen sehr positiv bewertet, denn die Verzahnung von Praxis und Theorie kann besonders effektiv im Rahmen eines Praxisseminars mit Kooperationspartnern erzielt werden.
Vor allem bot sich für die Damen die Chance, die Hygiene- und Kosmetikprodukte aus dem Alltag der DDR kennenzulernen und dadurch neue Materialkombinationen zu erforschen.
Der Umstand, dass die untersuchten Objekte aus der ehemaligen DDR stammen und somit einen Teil des Alltagslebens dieser Zeit dokumentieren, war für die Gäste neben der praktischen Arbeit ein weiterer interessanter Umstand.
So bekam man mit der Objektuntersuchung einen hautnahen Einblick in die gesellschaftliche Entwicklung und den Alltag einer längst vergangenen Epoche. gf