von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Frank

Unterleinleiter — In seiner ersten richtigen Arbeitssitzung fand der neu formierte Gemeinderat unter seinem Bürgermeister Gerhard Riediger (NWG) zwar zu einem sachlichen Miteinander. Dabei wollte sich der Rat in einigen Punkten den Ansichten des Vorgänger-Gremiums nicht anschließen und stellte dabei auch frühere Beschlüsse infrage.
So zum Beispiel, als es um den Zustand der vier Wasserrinnen am Störnhofer Berg ging. Von denen ist die obere bereits mit Asphalt verschlossen worden. Für die Sanierung der anderen drei Rinnen hat der Rat bislang aber nur ein Angebot eingeholt. Dies rief Gemeinderat Fritz Trautner (DWV) auf den Plan, der sich als Bauingenieur in der Sache als Fachmann begreift.

Erst einmal vertagt

"Gestern wurde die erste Ablaufrinne zugeteert und erst heute wird darüber beschlossen. So können wir die nächsten sechs Jahre nicht miteinander verkehren", klagte er er. Er hoffe, dass es sich hier nur um ein Versehen gehandelt habe. Schließlich mache es noch am meisten Sinn, die drei restlichen Rinnen mit ihrer Ablauffunktion zu erhalten, die aber zumindest mit Asphalt wieder hergerichtet werden müssten.
Damit aber nur zum Baustoffhändler zu gehen und 2600 Euro hinzulegen, anstatt weitere Angebote einzuholen, das gehe überhaupt nicht, sagte Fritz Trautner weiter.
Trautner nahm gleichzeitig die Straßenanlieger in die Pflicht, künftig doch sorgfältiger der Säuberung von Gräben und Wasserabläufen nachzukommen. Schließlich vertagte das Gremium diesen heiklen Tagesordnungspunkt auf Vorschlag von Gemeinderätin Alexandra Ott (FWG) fürs erste. Zunächst soll ein Ortstermin anberaumt und auf weitere Angebote gewartet werden.