Johannisthal — Auf Anregung von Kreisrat Eugen Geuther traf sich die Freie-Wähler-Kreistagsfraktion zum Ortstermin in Johannisthal. Dabei wurden insbesondere die Auswirkungen und Rechtsfolgen für den Markt Küps nach der laufenden Planfeststellung für den Ausbau der B 173 und der B 303 in Augenschein genommen und diskutiert.
Danach soll die bisherige Staatsstraße 2200 zur Gemeindeverbindungsstraße in der Baulast des Marktes Küps abgestuft werden. Die beim Ortstermin anwesende Dritte Bürgermeisterin des Marktes Küps, Helga Mück, hatte im Januar den Landrat gebeten, in den Kreisgremien eine Entscheidung insoweit herbeizuführen, als die Staatsstraße 2200 künftig Kreisstraße werden soll. Diese Forderung hatte der Marktgemeinderat Küps bereits 2012 erhoben. Im Verlauf der ausgedehnten Ortsbesichtigung erläuterten Helga Mück und Eugen
Geuther die Beweggründe des Marktes Küps, der von den geplanten Bundesstraßenbauvorhaben extrem belastet werde, ohne selbst erkennbare Vorteile
zu haben. Einhellig sprach sich die Fraktion zunächst grundsätzlich dafür aus, bei Straßenplanungen die betroffenen Menschen und auch Kommunen mitzunehmen.
Um die künftigen Belastungen des Marktes Küps abzuschwächen, werde die FW-Kreistagsfraktion im zuständigen Kreisgremium geschlossen für eine Übernahme der künftig entbehrlichen Teilstrecke der Staatsstraße 2200 als Kreisstraße votieren. Ein Antrag auf Behandlung im Kreisausschuss oder Kreistag wurde gestellt. Durch diese Entlastung könne gegebenenfalls eine Klage des Marktes Küps gegen die Planfeststellung verhindert und im Interesse der überwiegenden Kreisbürger ein wesentlicher Beitrag zur Beschleunigung des Verfahrens geleistet werden.
In diesem Zusammenhang wurde auch die Aussage des CSU-Mandatsträgers Gerhard Wunder zurück gewiesen, der öffentlich geführte Diskussionen zum Ausbau der B 173 als "dumm und gefährlich" bezeichnet habe. Eine öffentliche Diskussion über ein wichtiges Infrastrukturprojekt der Region mit diesen Floskeln zu bezeichnen, zeuge von einem schlechten Demokratieverständnis, waren sich die Fraktionsmitglieder einig.
Man werde das Projekt weiterhin im Auge behalten und die CSU an ihren im Rahmen der angesprochenen Diskussion gemachten Aussagen messen. Denn wichtig ist vor allem dass der leistungsfähige Anschluss des Landkreis an das überregionale Straßennetz schnellst möglichst kommt, fasste Fraktionsvorsitzender Peter Hänel zusammen. red