von unserem Redaktionsmitglied Hans Kurz

Trunstadt/Eltmann — Die Straße ist eng und kurvig und auch nur schwach befahren. Im Gegenverkehr müssen Autos ins unbefestigte Bankett ausweichen. Sie führt von Trunstadt zur Straße zwischen Priesendorf und dem Eltmanner Stadtteil Lembach. Seit 1969 ist sie offiziell Gemeindeverbindungsstraße. Doch nun wird sie zum Feld- und Waldweg herabgestuft. Das hat der Gemeinderat Viereth-Trunstadt einstimmig beschlossen. Der Grund: Die gut zwei Kilometer lange geteerte Straße müsste dringend saniert werden. Doch dafür ist kein Geld da.
Der Geschäftsleiter der Gemeinde, Gerd Franke, führte in der Gemeinderatssitzung an, dass sich der Aufwand für den Unterhalt der Straße stetig erhöht habe. Der Bauhof habe in der Vergangenheit zwar immer wieder die Bankette aufgeschüttet und Schäden auf der Fahrbahnoberfläche beseitigt. Doch der Zustand verschlechtere sich laufend, insbesondere bei kalter Witterung und nach Starkregen. So musste die Straße im Frühjahr 2014 für mehrere Wochen gesperrt werden.
Das Staatliche Straßenbauamt Bamberg signalisierte, dass es keine Fördermittel gibt, oder zumindest nur, wenn die Straße nach heutigen Anforderungen ausgebaut würde. Eine Ortseinsicht mit einem Ingenieur habe ergeben, dass das nur zu erheblichen Kosten möglich sei, so Franke. Für die Verwaltung ist ein solcher Ausbau aufgrund der finanziellen Leistungsfähigkeit der Gemeinde und Aufgaben in der Städtebausanierung an anderer Stelle nicht realisierbar.
Der Gemeinderat folgte dieser Argumentation. Wenn die Schilder (Verbot für Fahrzeuge aller Art) angebracht sind, ist die Straße nur noch ein Feldweg für die Landwirtschaft. Die Strecke von Trunstadt nach Priesendorf führt dann über Stückbrunn und Trabelsdorf und ist um etwa 1,4 Kilometer länger.