Die fast 30 Jungen und Mädchen der beiden Bläserklassen legten sich im Jugendheim mächtig ins Zeug. Schließlich wurde ihnen die Ehre zuteil, die Generalversammlung der Musikvereinigung Ebensfeld musikalisch einzuläuten. Der im Vorjahr neu gewählte Vorsitzende Rudolf Dierauf blickte auf zahlreiche gelungene Veranstaltungen zurück. Er nannte unter anderem den "böhmischen Abend", die Grieser Kerwa oder das Sommerfest am Badesee. Auch das Probenwochenende in Wunsiedel sei ein voller Erfolg gewesen.
Unbefriedigend verlaufe weiter die Suche nach einem Dirigenten für das Blasorchester und das Schülerorchester, sprach Dierauf ein Problem an. Derzeit teilten sich Benedikt Krüger und Robert Zillig die Aufgabe des Dirigenten - allerdings nur interimsweise, da beide beruflich sehr eingespannt seien. Eventuell werde man den Posten ausschreiben.
Schade fand es der Vorsitzende außerdem, dass die Auftritte des Blasorchesters in der Schwabthaler Reha-Klinik wegfielen. Aus Kostengründen setze die Klinik auf kleinere Gruppen.
Auch die 2018 anstehende 50-Jahr-Feier des Musikvereins Ebensfeld, der 2012 mit der Obermaintaler Jugendkapelle fusionierte, wurde thematisiert. Es werde zwar kein Zeltfest geben, so Dierauf, doch würden der Bevölkerung übers Jahr verteilt musikalische Highlights angeboten. Im August sei zudem ein Wertungsspiel geplant.


Schülerorchester macht Sorge

Stellvertretender Vorsitzender Benedikt Krüger sprach über die Nachwuchsarbeit. In fünf Kursen würden 36 Jungen und Mädchen spielerisch an die Musik herangeführt. Den Bläserklassen biete die Musikvereinigung außerdem das Mitwirken im Schülerorchester, das auch als Übergang zum Blasorchester diene. Krüger bedauerte, dass das Schülerorchester derzeit nur aus zwölf Kindern bestehe. Das Problem sah er hier im Übertritt an weiterführende Schulen. Dabei sei die Angst mancher Eltern, durch die Tätigkeit im Musikverein könnten die schulischen Leistungen nachlassen, völlig unbegründet. Genau das Gegenteil sei der Fall. "Die musikalische Ausbildung lohnt sich für den ganzen Markt Ebensfeld genauso wie natürlich für uns als Verein", sagte Krüger. Erfreut berichtete er weiter, dass 2015 sieben Nachwuchsmusiker das Leistungsabzeichen in Bronze und zwei in Silber ablegten.
Sigmar Hopf bescheinigte der Kassenwartin Christine Murmann eine einwandfreie Buchführung.
Weiter sah sich der Verein zu einer Änderung in der Finanzordnung veranlasst. Vorsitzender Dierauf wies auf zurückgehende Mitgliederzahlen, Fixkosten sowie die in manchen Fällen schwierige Abgrenzung zwischen aktiver und passiver Mitgliedschaft hin. Aus genannten Gründen schlug er vor, dass die bisher beitragsfreien Aktiven ab 18 Jahren 15 Euro jährlich zahlen sollten, bei einer Familienmitgliedschaft 20 Euro. Bei zwei Gegenstimmen befürwortete die Versammlung diese Änderung.
"Ihr seid auf einem richtigen Weg, die Stimmung ist gut. Haltet weiter zusammen wie bisher", sagte Bürgermeister Bernhard Storath. Er lobte die Jugendarbeit und sicherte die weitere Unterstützung durch den Markt Ebensfeld zu.
Selbst nach wie vor ein Musiker aus Leidenschaft ist Werner Pörner, der als Bezirksvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes zum Ende der Generalversammlung verdiente Mitglieder des Vereins auszeichnete (siehe Kasten rechts). "Wer musiziert, tut sich selbst etwas Gutes, aber auch der Gesellschaft und dem Verein", sagte Pörner unter Beifall. md