von unserem Mitarbeiter Gerd Fleischmann

Stockheim — Vor 60 Jahren, am Sonntag 30. Mai 1954, wurde die evangelisch-lutherische Auferstehungskirche in Stockheim unter großer Beteiligung der Bevölkerung durch Kreisdekan, Oberkirchenrat Karl Burkert aus Bayreuth, feierlich geweiht. Den Geburtstag feiern die Stockheimer am Sonntag, 1. Juni, mit einem Gottesdienst um 10 Uhr, den Pfarrer Michael Foltin mit den Kirchenvorstehern hält. Zum Kirchweihfest predigt die Kronacher Dekanin Dorothea Richter. Außerdem sind ab 11.30 Uhr ein gemeinsames Mittagessen im Pfarrgarten sowie ab 13.30 Uhr Kaffee und Kuchen samt Musik, Gemeindequiz und Kinderanimation vorgesehen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg erhöhte sich die Einwohnerzahl in Stockheim auf Grund der vielen Heimatvertriebenen von 1200 auf 1700. Dadurch wuchs die Zahl der evangelischen Christen auf 700 Personen. Der 1952 gegründete Kirchenbauverein zählte innerhalb weniger Monate 109 Mitglieder. Es war vor allem der Initiative von Carl Christlein zu verdanken, dass der Kirchenbau realisiert werden konnte. Aber auch Walter Breternitz und Albert Schirmer scheuten keine Mühen. Architekt Reinhard Claassen aus Coburg wurde mit der Bauleitung beauftragt. Am 12. Juni 1953 tat Pfarrer Wilhelm Nickol - er hatte die Schirmherrschaft übernommen - den ersten Spatenstich. Bereits 14 Tage später erfolgte die Grundsteinlegung durch Dekan Georg Körber, Kronach, und am 28. August 1953 konnte Richtfest gefeiert werden.
Die Einweihung vor 60 Jahren - sie war seinerzeit ein Megaereignis im Kreis Kronach - fand unter großer Beteiligung der Bevölkerung statt. Glockengeläut der katholischen Kirche St. Wolfgang begleitete den imposanten Festzug von der evangelischen Kirche (jetzt Firma Rebhan) zum Gotteshaus. Die Weihehandlung nahm Oberkirchenrat Karl Burkert vor und die Festpredigt hielt Dekan Körber. Der Posaunenchor aus Burggrub, der zum Jubiläumsgottesdienst ebenfalls präsent sein wird, sorgte 1954 für die Musik.