von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Frank

Pretzfeld — Was kann einem besseres passieren, als an einem Sommerabend guten Liedern zuzuhören und dazu ein Glas Wein zu genießen? - dass mochten sich die zahlreichen Besucher bei der Sommerserenade im Pretzfelder Rathaushof gedacht haben und wurden dabei nicht enttäuscht.

Von Cats bis Nabucco

Unter der Leitung von Udo Reinhart hieß die gastgebende Singgemeinschaft Pretzfeld zu Beginn des sommerlichen Chorkonzertes, zu dem auch Bürgermeisterin Rose Stark (SPD) und zahlreiche ihrer Marktgemeinderäte gekommen waren, die Zuhörer mit "There's a Meeting here Tonight" und der Feststellung "Singen macht Spaß" musikalisch willkommen, bevor die Vorsitzende Roswitha Grodd ihre Gäste begrüßte und danach gleich wieder ihre Sängerinnen und Sänger um weitere Kostproben ihres Stimmvermögens zu bitten.
Mit Stücken wie der irischen Weise "Singen ist Leben", dem "Chor der Gefangenen" aus Verdi's Oper "Nabucco" aber auch mit "Adiamus", Webber's "Memory" oder "Die Nadel" von Josef Guggenmos erntete die Singgemeinschaft viel Beifall.

Von Elton John bis Bette Midler

Den zweiten Part bestritten dann die 16 Frauen und Männer des im Jahre 1922 als Männergesangverein gegründeten und 1975 als Singgemeinschaft Gunzendorf zu neuem Leben erweckten Gesangsensembles, das unter der Leitung von Bernhard Stadter mit seinem gemischten Chor den außergewöhnlichen "Grüß-Gott-Jodler" auf bayrisch und englisch anstimmte, die Behauptung aufstellte "Schön war die Zeit" und "Eine neue Liebe" besang.
Mit einer weiteren Formation namens "Modern Singers" ließen die Gunzendorfer unter anderem das "Can you feel the love tonight" und "Die Rose" erklingen, um dann den Part an eine neue Formation mit Namen "Intermezzo" abzugeben. Mit ihren drei ausgereiften Stimmen sorgten dabei Edeltraud König (Sopran), Andrea Roppelt (Mezzosopran) und Adelheid Hable (Alt) mit "Have a nice day" und dem "Adulgo" für einen der Höhepunkte, bevor schließlich der gemischte Chor mit seinem "A ganze Weil" den Chorabend beschloss.
Zur weiteren Unterhaltung ließ Franz Wald seine große Auswahl von exotischen Musikinstrumenten erklingen, wie eine aus einem alten Ölfass gebastelte Hang Handpan als eine Variante der Steeldrum oder das aus Eukalyptusholz bestehende australische Didgeridoo sowie eine bolivianische Moxeno-Flöte, eine Andenflöte namens Quena sowie eine Cajón (Kistentrommel).