von unserer Mitarbeiterin Ursula Friedrich

Hollfeld — Mit einer Bürgerstiftung hofft die Stadt Hollfeld, in Zukunft ihre Finanzen aufbessern zu können. Der Stadtrat erwartet sich davon vor allem mehr Spielraum für freiwillige Leistungen.
Dass kommunale Stiftungen derzeit im Trend seien, erklärte Gerhard Herrmannsdörfer, zuständig für Stiftungen bei der Sparkasse Bayreuth. So hätten bereits viele Städte und Gemeinden in der Region Bürgerstiftungen mit den verschiedensten Zwecken gegründet.
Für die Hollfelder bestehe die Möglichkeit, sich für eine gute Sache einzubringen. Beispielsweise sei es denkbar, dass neben Firmen vor allem auch Privatpersonen Geld in eine Bürgerstiftung geben. Denn normalerweise seien die Bürger eher bereit, in eine Stiftung zu spenden als zum Beispiel direkt für die Stadt Hollfeld. Es komme beispielsweise häufig vor, dass der Einwohner einer Gemeinde auf diese Weise einem liebgewonnenen Verein Unterstützung zukommen lasse oder dass Bürger ihr Vermögen nach ihrem Tod der Stadt vermachen.
Bei einer Bürgerstiftung bleibt das Vermögen stehen, nur die Erträge können für den festgelegten Stiftungszweck verwendet werden, erklärte Herrmannsdörfer. Bei 10 000 Euro und einem Ertrag von rund zwei bis 2,5 Prozent wären das beispielsweise bereits über 200 Euro, die der Stadt Hollfeld zur Verfügung stünden.

Kapital bleibt stehen

Zunächst entstehen bei der Gründung der Stiftung keine Kosten für die Stadt Hollfeld, so Hermannsdörfer auf Nachfrage von Michael Schatz (CSU). Außerdem würde die Sparkasse 5000 Euro Startkapital zur Verfügung stellen. Für die Verwaltung, die vollständig die Sparkasse übernimmt, entstehen der Stadt jährlich Kosten in Höhe von 0,5 Prozent der Gesamtsumme. Bei 10 000 Euro wären dies also 50 Euro.
Eine Absichtserklärung hat der Stadtrat bereits beschlossen. In der Sitzung am 2. Dezember wird über die Gründung einer Bürgerstiftung entschieden.