Stettfeld — Soll der Mühlbach verlegt werden? Diese Frage beschäftigte den Gemeinderat von Stettfeld bei seiner jüngsten Sitzung ausführlich. Das Gewässer fließt derzeit über einen Damm in Richtung der Alten Mühle von Stettfeld und kann dort bei Bedarf per Wehr abgeschlagen werden. So war es früher möglich, den zur Mühle gehörenden Stauweiher zu füllen und mit einem Antrieb per Wasserrad Korn zu mahlen.
Der Damm ist nun an mehreren Stellen undicht geworden, so dass das Wasser des Bachs ungehindert austreten kann. Dies wiederum führt zur Überflutung von darunter liegenden Wiesengrundstücken. Aus diesem Grund haben die Besitzer der Mühle sich nun damit einverstanden erklärt, den Bach zurück in sein ehemaliges Bett verlegen zu lassen.
Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) erklärte, dass dazu ein wasserrechtliches Verfahren notwendig sei und dass es für die Renaturierung Fördermöglichkeiten gebe. Der Rat beschloss, dass sich der Bauausschuss in seiner nächsten Sitzung ein Bild von der Lage vor Ort machen soll. Dann will man weitere Schritte unternehmen.
Ebenfalls ums Wasser, ging es im Antrag einer ortsansässigen Brauerei, die auf ihrem Gelände einen Brunnen bohren möchte, aus dem sie jährlich 4000 Kubikmeter Wasser entnehmen möchte. Hierzu ist neben der Genehmigung der Gemeinde auch eine Befreiung vom Anschluss und Benutzungszwang an die öffentliche Wasserversorgung nötig. Der Gemeinderat genehmigte den Brunnenbau unter dem Vorbehalt, dass die Wassergebühren für die weiteren Anschlüsse im Gemeindegebiet infolge des Wegfalls der Brauerei als Abnehmer nicht über Gebühr steigen. Der Anstieg muss unter 50 Prozent bleiben, hieß es.


Brandschutz im Kindergarten

Der Brandschutz im Kindergarten beschäftigt den Rat weiterhin. Nachdem Vorwürfe gegen die Verwaltung laut geworden waren, sah sich Bürgermeister Hartlieb zu einem klärenden Wort gezwungen. "Wir haben beschlossen, den Brandschutz heuer anzugehen." Ohne Zutun der Gemeinde sei ein Förderantrag bei der Regierung gestellt worden. Dieser sei zurückgekommen, da etliche Dinge nicht richtig ausgefüllt waren.
Auch die Höhe der Kosten für die Dachsanierung wurden erneut thematisiert. "Ich habe mir das Ganze angeschaut und bin der Meinung, dass man das wenigstens 70 000 Euro billiger machen könnte", erklärte Gemeinderat Johann Müller. Der gemeinsame Bauausschuss des Kindergartens und der Gemeinde soll einberufen werden. Außerdem soll nun, für den Fall einer Auflösung des Kindergartenvereins, eine Vereinbarung über die Übernahme des Kindergartens zwischen Gemeinde und Johannes-Zweigverein als Besitzer des Kindergartens forciert werden. Laut einer mündlichen Absprache mit der Diözese soll in dem Fall der Verkehrswert durch einen unabhängigen Gutachter bestimmt werden. Ein Drittel des Werts würde dann von der Gemeinde an die Diözese oder die Stettfelder Kirchenstiftung gezahlt. Grund und Gebäude blieben der Gemeinde.