Kreis Haßberge — Der Landtagsabgeordnete Steffen Vogel (CSU) will sich wegen seiner Äußerung im Landtag im Zusammenhang mit der Debatte um den Steigerwald nicht beim Bund Naturschutz entschuldigen. Das bekräftigte der Politiker aus Theres in einer Mitteilung an unsere Zeitung.
Im November 2014 hatte Vogel in einer hitzigen Debatte um die Aufhebung des Schutzgebietes "Hohe Buchene Wald" im Landtag geäußert, dass für viele Steigerwälder das Gute-Nacht-Gebet lautet: "Gott schütze uns vor Feuer, Wasser, Schmutz, vor Grünen, SPD und Bund Naturschutz". Der Bund Naturschutz hatte Vogel daraufhin scharf kritisiert und ihn aufgefordert, sich für die Äußerungen zu entschuldigen.
Vogel hat nun mit einem Schreiben an den Bund Naturschutz mit dem Kreisvorsitzenden Klaus Mandery geantwortet und darin deutlich gemacht, dass er eine Entschuldigung "nicht für veranlasst" sieht. Vogel führt an, dass der Bund Naturschutz seinerseits nicht zimperlich mit den Nationalpark-Gegnern umgehen würde.
Vogel führt weiterhin an, lediglich die Stimmung vieler Steigerwälder im Bayerischen Landtag deutlich gemacht zu haben, und legt dem Schreiben als Beleg zwei Fotos von Großflächenplakaten bei, auf denen unter anderem zu lesen ist: "Gott erhalte unseren schönen Steigerwald, schütze ihn und uns vor der Ideologie und dem Machtstreben des Bundes Naturschutz. Nationalpark Steigerwald? Nein - Danke!"

Kompromiss gefordert

Steffen Vogel fordert in seinem Schreiben den Bund Naturschutz auf, "endlich kompromissbereit zu sein und das Ziel der Ausweisung eines Nationalparks im Steigerwald aufzugeben". Vogel befürchtet, dass die Region sonst nie zur Ruhe kommen würde. "Die Bayerische Staatsregierung und die Staatsforsten kommen dem BUND entgegen und wollen den Belangen der naturnahen Waldbewirtschaftung durch die weitere Ausweisung von Tritt-steinen Rechnung tragen", so Vogel. Und weiter: "Auch ist man offen für die Erreichung des ,Welterbe-Status'. Die Staatsregierung und die Staatsforsten sind damit kompromissbereit. Leider fehlt diese Kompromissbereitschaft dem Bund Naturschutz gänzlich", bedauert Steffen Vogel. "Für den BUND gibt es nur die Ausweisung eines Nationalparks, unabhängig davon, was die Menschen im Steigerwald denken und wollen. Dies ist Politik mit der Brechstange, die nicht die meine ist", schreibt Vogel an den Vorsitzenden des Bundes Naturschutz Haßberge.

"Zur Ruhe kommen"

Vogel appelliert an den Bund Naturschutz, seinen Beitrag zu leisten, damit die Region endlich zur Ruhe kommen könne. "Kann es wirklich das Ziel des BUND sein, eine Region in Aufruhr zu versetzen?" ks