Bei einem plötzlichen Herzstillstand entscheidet jede Sekunde: Je schneller Hilfe an Ort und Stelle ist, umso größer sind die Überlebenschancen. Aus diesem Grund hat die Stadt Wallenfels laut einer Pressemitteilung drei Defibrillatoren angeschafft und an öffentlich zugänglichen Orten installiert. Auf dem Badfest der Wasserwacht Wallenfels wurden die Geräte nun offiziell der Bevölkerung vorgestellt und die Bedienung erläutert.
"Wir wollen alles dafür tun, dass Leben gerettet werden können", erklärte Bürgermeister Jens Korn. Deshalb seien die Defis seit kurzem am Bildungszentrum, dem Kulturzentrum und dem Freibad angebracht: "Alles Orte, die stark frequentiert und öffentlich zugänglich sind." Die Geräte befinden sich in temperierten Schränken, auf die grüne Schilder mit einem Herz und einem Blitz hinweisen.
Insgesamt hat die Stadt Wallenfels dafür 5000 Euro investiert. Eine Anschaffung, die nach Korns Worten nur durch die finanzielle Unterstützung des TTC und der Raiffeisen-Volksbank Kronach-Ludwigsstadt möglich wurde.
"Wir hatten in den vergangenen Jahren im Spiel- und Trainingsbetrieb schon drei kritische Situationen mit Herzproblemen", erläuterte TTC-Vorsitzender Horst Hofmann die Gründe seines Vereins, die Anschaffung mit 1000 Euro zu unterstützen. Bei einem Vorfall sei jede Hilfe zu spät gekommen. "Das soll nie mehr vorkommen", betont Hofmann.
Die Raiffeisen-Volksbank Kronach-Ludwigsstadt steuerte 800 Euro zur Anschaffung bei. Die Mittel dazu werden aus den Spendenanteilen des Gewinnsparens der Bank finanziert. "Wir wollen Wallenfels dadurch ein Stück sicherer machen", sagte die Leiterin der Geschäftsstelle, Elke Klug-Mähringer.
Die Initiatorin der Aktion "Landkreis Kronach reanimiert", die Ärztin Justyna Swol, zeigte sich begeistert, dass sich die Stadt gleich zur Anschaffung von drei Geräten entschloss: "Das ist absolut vorbildlich."
Im Rahmen einer Rettungsübung der Wasserwacht erläuterte die Notfallmedizinerin die Anwendung der Geräte. Ziel sei es vor allem, Hemmungen abzubauen: "Man kann nichts falsch machen, außer man macht nichts."
Davon konnten sich anschließend auch zahlreiche Besucher des Festes überzeugen, die die Nutzung des Defibrillators und die richtige Herzdruckmassage an einer Puppe üben konnten. Auch zur richtigen Frequenz der Massage konnte Swol einen Tipp geben: Idealer Taktgeber ist der Popsong "Staying alive" von den Bee Gees. red