Mit mehr als einer Minute Vorsprung gewann Sven Starklauf von der DJKLC Vorra in 37:14,7 Minuten den zweiten Winkelberglauf über 10,5 Kilometer. Er ließ Konstantin Lechner von der LG Haßberge keine Chance. Auf den Plätzen 3 und 4 folgten die Routiniers und Lokalmatadoren Matthias Pfuhlmann und Uli Pfuhlmann (Mainathlon Eltmann), die trotz ihres vergleichsweise fortgeschrittenen Alters wieder ihre Klasse zeigten.
Erst seit dem Jahre 2014 gibt es die "Zabelstein Runners" in Westheim, die nun zum zweiten Mal unter ihrem Trainer Tobias Reßmann den Winkelberglauf veranstalteten und dazu wieder viele laufbegeisterte Sportler begrüßten. Organisator Tobias Reßmann war sich schon vor dem Start sicher, dass alle Sportler wieder großen Spaß auf der Strecke haben würden, und der Verein habe alles bestens vorbereitet, wobei die Laufstrecke um 500 Meter auf 10,5 Kilometer erweitert wurde. Gegenwärtig sei man in weiteren Planungen und wolle eventuell für nächstes Jahr den Zabelstein und die Weinberge bei Oberschwappach einbeziehen. Dies würde die Strecke noch einmal interessanter machen, sagte Reßmann.
Gleicher Meinung war auch Routinier Uli Pfuhlmann, der sich noch gerne an die früheren Zabelsteinläufe erinnerte. "Natürlich wollen manche nur auf Zeiten laufen, und da sind ihnen oft die flacheren Laufstrecken angenehmer. Auf der anderen Seite gibt es aber auch immer mehr Läufer, die anspruchsvollere Strecken suchen, und das wäre mit der Einbeziehung des Zabelsteins der Fall. Ich halte dies für eine gute Idee." Dabei sei auch die jetzige Laufstrecke in Ordnung, wenn auch etwas wellig und windanfällig.


Zwischenspurt entscheidet

Das bestätigte Sieger Sven Starklauf, der mit 37:14,7 Minuten eine starke Leistung bot. "Es war heute sehr windig. Dabei gingen wir die ersten drei Kilometer in einer Fünfer-Gruppe an. Bei einem Anstieg habe ich dann aber einen Zwischenspurt eingelegt und einen Vorsprung von 50 bis 60 Metern herausgelaufen. Diesen habe ich sogar noch etwas ausgedehnt und dann bis ins Ziel gehalten", bemerkte er mit sichtlichem Stolz und lobte auch die Veranstalter mit ihrer "Super-Organisation".
Auch die nächstplatzierten Läufer waren mit ihren Leistungen sehr zufrieden. Konstantin Lechner von der LG Haßberge war schon im Vorjahr auf Platz 3 und verbesserte sich nun auf Platz 2, während Matthias Pfuhlmann knapp vor seinem Bruder als Dritter über die Ziellinie kam und damit Uli Pfuhlmann wieder auf den vierten Platz verwies. Für die beiden fast 50-jährigen Ausdauerläufer war das erneut eine herausragende Leistung.
Bei den Damen siegte mit 48:04,9 Minuten Martina Eigner-Loch vom SC Kemmern, der viele Läufer ins Rennen schickte. Auf dem zweiten Platz kam mit 38:33,5 Minuten Gabi Bastian von der DJK/LC Vorra, die sich damit um einen Platz verbesserte. Aber auch Marion Christ von der LG Haßberge und Friederike Krause von der BSG Sparkasse Ostunterfranken kamen noch unter die ersten sechs. 88 Teilnehmer waren insgesamt im Hauptlauf über die 10,5 Kilometer gestartet.


Großer Vorsprung bei den Damen

33 Teilnehmer gingen im Hobbylauf über sechs Kilometer an den Start. Bei den Herren siegte Berthold Bedenk von den "Zeiler Weinbergschnecken" in 22:50,2 Minuten vor Simon Kandler von der SG Eltmann und Martin Göller von der LG Veitenstein. Mit einem großen Vorsprung von über drei Minuten gab bei den Frauen Carolin Sapper von der LG Haßberge mit 29:41,1 Minuten ihren Konkurrentinnen Kerstin Röntgen (MVG Gundelsheim) und Bettina Sapper (Sparkasse Bad Kissingen) das Nachsehen.
Im Nordic-Walking siegte bei den Herren Kurt Hahner mit 44:34,2 Minuten vor dem ältesten Teilnehmer, Dr. Helmut Reuß vom FC Schweinfurt 05 (Jahrgang 1940). Bei den Damen lag Gertrud Bohnengel von den Zabelstein Runners fast sechs Minuten vor den nächstplatzierten Angelika Melchior und Doris Melchior.
Groß war die Beteiligung bei den Kindern und Jugendlichen. Allein bei den "Bambini" gingen 40 Buben und Mädchen auf die 300-Meter-Strecke und wurden dabei von ihren Eltern, Opas und Omas frenetisch angefeuert. Am Schülerlauf 1 beteiligten sich 36 und am Schülerlauf 2 22 Jugendliche, so dass insgesamt über 230 Läufer auf die verschiedenen Strecken gingen und mit Preisen und Medaillen belohnt wurden.