Mit 13 zu sechs Stimmen hat der Stadtrat das Abbrennen von Feuerwerkskörpern innerhalb des Sanierungsgebietes "Altstadt" verboten. Vor gerade einmal zwei Wochen hatte Dieter Petsch (Forum aktiv) das Thema unter "Anfragen" angesprochen. Jetzt ist es erledigt.
Mehrfach hat es am Münnerstädter Marktplatz Schäden durch Feuerwerkskörper gegeben, vor zwei Jahren war eine Rakete im Sitzungssaal gelandet. Viele historische Innenstädte verbieten aus Gründen der Brandgefahr sowie die Verunreinigung an historischen Gebäuden das Abbrennen von Feuerwerk, hieß es in der Sitzungsvorlage. Die Münnerstädter Feuerwehr befürworte ein Verbot.
Es gebe Vorteile und Nachteile, führte 2. Bürgermeister Michael Kastl in das Thema ein. Er schlug vor, das Verbot zu erlassen. Auch Dieter Petsch sprach sich dafür aus, ebenso Leo Pfennig, der darauf aufmerksam machte, dass auch außerhalb von Silvester Feuerwerke gezündet werden, vor allem bei Hochzeiten in der Alten Aula. Dafür benötige man eine Ausnahmegenehmigung, erklärte Michael Kastl.
Er werde dagegen stimmen, kündigte Fabian Nöth (Neue Wege) an. Er wollte wissen, wie denn die Strafe bei Missachtung aussehe. Als nächstes komme der Karlsberg und fordere auch ein Verbot, argumentierte er.
"Wir wollen den Bürgern nicht den Spaß nehmen", führte Dieter Petsch ins Feld. Andere Städte mit einem derartigen Verbot weisen besondere Plätze aus, auf denen die Feuerwerkskörper gezündet werden können. In Frage kämen die Parkplätze, hieß es. Rosina Eckert (Forum aktiv) forderte, dass in den Mietverträgen für die Alte Aula aufgenommen wird, dass kein Feuerwerk gestattet ist. Mehrfach wurde um Vertagung gebeten, aber Michael Kastl wollte eine Entscheidung. Das von Jürgen Eckert vorgebrachte Argument, dass man den Bürgern den letzten Spaß nehme, ließ Michael Kastl nicht gelten. Man nehme den Bürgern sonst womöglich den Spaß, sich eine sanierte Altstadt anzusehen, meinte er.