von unserem Mitarbeiter Lothar Weidner

Bad Rodach — Der Stadtrat ebnete bei seiner Sitzung den Weg für den Umzug des Netto-Marktes in den derzeit leerstehenden Rewe-Markt in der Hildburghäuser Straße. Einstimmig wurde deshalb beschlossen, eine einfache Änderung des Flächennutzungsplanes in die Wege zu leiten und im beschleunigten Verfahren die 1. Änderung des Bebauungsplanes "Oberau" vorzunehmen.
Netto möchte zügig einziehen und wird den Bauantrag demnächst einreichen. Geplant ist eine Verbreiterung des bestehenden Gebäudes, um eine Verkaufsfläche von 960 Quadratmetern zu erreichen.
Ebenso stimmte das Gremium dem Abbruch eines Büro- und Werkgebäudes der Firma Habermaaß auf dem Grundstück der August-Grosch-Straße 37 zu. Wie Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) mitteilte, soll eine Neubebauung erfolgen.

Siegfried Müller ist Beauftragter

Zum Klimaschutz- und Energiebeauftragten im Rahmen der Initiative Rodachtal wurde Siegfried Müller für Bad Rodach vorgeschlagen. Der 57-jährige Mitarbeiter der Stadtwerke hat signalisiert, dass er die Aufgabe übernehmen wird, und wird sich bei einer der nächsten Sitzungen des Stadtrates vorstellen. Dazu Tobias Ehrlicher: "Ein Energiekonzept ist erstellt und wir sollten hierauf nicht stehenbleiben."
Wie der Bürgermeister in der Sitzung mitteilte, erfolgt am Montag, 1. Juni, die Wiedereröffnung des Thermen-Restaurants. Es ist von Samstag bis Mittwoch geöffnet, und zwar jeweils ab 11.30 Uhr. Die Leitung hat Jürgen Lemke, der ein vielversprechendes gastronomisches Konzept ausgearbeitet habe.
Sehr verwundert zeigte sich Ehrlicher, dass das EFRE-Projekt, an dem auch die Stadt ihr Interesse bekundet hatte, nicht ausgewählt wurde und die Bewerbung nicht zum Zuge kam. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung - EFRE zählt zu den Strukturfonds der Europäischen Union. Zur Information: In Bayern werden mit dem EFRE zwei verschiedene Förderziele finanziert: die regionale Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung sowie die europäische territoriale Zusammenarbeit.

Zuschuss für "Löwen"-Abbruch

Ein Förderbescheid der Regierung von Oberfranken ist eingegangen. Demnach wird im Rahmen des Städtebauförderprogrammes eine Förderung von 60 Prozent der Mehrkosten beim Abbruch des "Löwen" in Aussicht gestellt.
Ein Schreiben der Stadt an "Netzentwicklungsplan Strom" in Berlin in Sachen Projekt 44, der Stromtrasse von Altenfeld nach Grafenrheinfeld, wurde zur Kenntnis gegeben. Darin heißt es, die Trasse könnte das Heilbad und den Kurort tangieren.

Trasse wird abgelehnt

Das berichtete Ehrlicher. Somit lehnt der Stadtrat die Trasse aus Gründen des Natur- und Landschaftschutzes im Bereich des Stadtgebietes ab. Das Gebiet der Stadt wird gänzlich von Flora-Fauna-Habitat- und SPA-Flächen (SPA: special protection areas) durchzogen, und eine Durchschneidung hätte unweigerlich die Zerstörung der schutzwürdigen Gebiete zur Folge, wurde argumentiert. Darüber hinaus würde der Bau das Landschaftsbild in erheblichem Maße schädigen und zu einer nicht wieder gut zu machenden Beeinträchtigung für Erholungssuchende führen. Als Alternative schlugen die Stadträte eine Netzverstärkung bestehender Trassen vor. Deshalb lehnte die Stadt die Trassenführung über ihr Stadtgebiet jetzt schon ab.
Schließlich teilte Bürgermeister Ehrlicher mit, dass am Freitag, 19., und am Samstag, 20. Juni, auf dem Schlossplatz das Sommerfest der Feuerwehr stattfindet.