von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Herzogenaurach — Bei der Beratung über die Pläne von Wolfgang Seel, Chef der IT-Firma Vipa, in der Ringstraße zwei große Bürogebäude für bis zu 450 Mitarbeiter zu bauen, bekamen einige Mitglieder des Herzogenauracher Planungsausschusses leichte Bauchschmerzen. Aber nicht nur wegen der zwei Gebäude, sondern wegen der Parksituation. "Die Arbeitsplätze sind zu begrüßen, aber mir wird es himmelangst, und es wird zu Problemen und manchem Knatsch führen", meinte Bernhard Schwab (CSU), nachdem Planungsamtsleiterin Anja Wettstein den Bebauungsplan vorgestellt hatte. Die versiegelten Flächen beklagte Maximilian Maydt (Grüne) und störte sich an den massiven Baukörpern und der Gebäudehöhe.
"Jetzt muss ich dem Bürgermeister beispringen, das soll auch mal passieren", meinte Konrad Körner (CSU) und wies die Kritik von Maydt zurück. Die Gebäude würden städtebaulich sehr wohl in das dortige Gebiet passen, ebenso wie die geplante Nutzung. Nachdem sich auch Franz-Josef Lang (CSU) zur Gebäudehöhe etwas skeptisch geäußert hatte, erklärte Bürgermeister German Hacker (SPD), dass auch auf dem jetzigen Grundstück des früheren Autohauses Wormser die Fläche versiegelt sei und die geplanten Bürogebäude nicht höher als die bestehenden werden würden. Denn die Auffahrt zum Autohaus werde nach dessen Abriss ausgehoben und das Baugelände dem Straßenniveau angepasst. "Ich verstehe die Sorgen der Anwohner", erklärte Hacker zum Parkproblem in den umliegenden Straßen, aber der Investor will mehr Stellplätze schaffen als für die beiden Gebäude erforderlich seien.
Die Ausschussmitglieder billigten am Ende die Pläne und hoffen, dass sich bis zur Fertigstellung auch Lösungen finden lassen, um die Parkraumproblematik noch weiter zu entschärfen.