Stadt und Landkreis Bamberg wollen offizielle "Bildungsregion in Bayern" werden. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) hat die Initiative zur Schaffung von "Bildungsregionen" 2013 ins Leben gerufen und möchte damit die enge Zusammenarbeit zwischen Schulen, Kommunen und Bildungsträgern vor Ort fördern.
Gemeinsam haben Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Landrat Johann Kalb (CSU) nun ihre Interessensbekundung an das Ministerium geschickt. "Die Region Bamberg ist ein extrem zukunftsfähiger Bildungsstandort", sind sich Kalb und Starke einig. Mit einer ausgezeichneten Schullandschaft, einer hervorragenden Universität und einer Vielzahl von Bildungseinrichtungen stehe man auch im Bildungsatlas Deutschlands ganz vorne. "Das Qualitätssiegel Bildungsregion passt hervorragend zu Bamberg", freut sich Landrat Kalb in der Pressemitteilung.
Bildung passiert nicht nur an Schulen, sind die kommunalen Chefs überzeugt. In einer Bildungsregion arbeiten alle Akteure zusammen - Kindertagesstätten, Schulen, Kommunen, Jugendhilfe, Erwachsenenbildung, Arbeitsverwaltung, Wirtschaft und weitere außerschulische Organisationen. Die stärkere Vernetzung von schulischen und außerschulischen Akteuren trägt dazu bei, dass sich die Bildungsangebote vor Ort gegenseitig ergänzen und bereichern.
"Nun beginnt die eigentliche Arbeit, welche vor allem als ein großer Dialogprozess der Bildungsakteure aus Stadt und Land beschrieben werden kann", so die Leiter der Bildungsbüros, Matthias Pfeufer (Stadt Bamberg) und Marcus Arlt (Landkreis Bamberg).
"Wir haben die Strukturen geschaffen, die uns jetzt ermöglichen, an diesem Zertifizierungsverfahren teilzunehmen. Durch die Einrichtung von Bildungsbüros, die für den Aufbau eines kommunalen Bildungsmanagements zuständig sind, haben wir jetzt die nötige Manpower, um auch den Weg hin zur zertifizierten Bildungsregion erfolgreich zu gehen", so der Bildungsreferent der Stadt, Bürgermeister Christian Lange (CSU).
Die Verknüpfungen im Bildungsbereich von Stadt und Landkreis Bamberg sind schon jetzt vielfältig. Besonders ausgeprägt ist die Zusammenarbeit bei den gemeinsamen Zweckverbänden im Schulbereich oder der Austausch bei den Volkshochschulen und den Musikschulen. Das gemeinsame Ziel, Stadt und Landkreis als leistungsfähige Bildungsregion noch zu stärken, werde durch die Teilnahme an der Initiative sinnvoll unterstützt, heißt es. red