In Stadelhofen wird 264 Prozent mehr Strom erzeugt (vor allem durch Biomasse), als in der Gemeinde insgesamt verbraucht wird. Das hat die Energieagentur Nordbayern ermittelt.
Sie hat auch das Stadelhofener Schulgebäude mit Blick auf eine nötige energetische Sanierung besichtigt. Der Begehungsbericht liegt zwischenzeitlich vor und ist in die Planungsüberlegungen des Architekten Dietz eingeflossen. Gleichzeitig unterstützt die Energieagentur bei Überlegungen, inwieweit im Bereich der Kläranlagen Energiekosten gespart werden können. Hierzu haben ebenfalls schon Gespräche und Besichtigungen der Anlagen statt gefunden. Die Kläranlagen haben einen Anteil von 34 Prozent am gemeindlichen Stromverbrauch.
Ein Mitarbeiter der Energieagentur Nordbayern, die mit dem Energiecoaching für die Gemeinde beauftragt war, informierte in der Gemeinderatssitzung, dass der Bau von Photovoltaikanlagen deutschlandweit rückläufig sei, obwohl diese Anlagen immer noch wirtschaftlich seien, wenn der Strom für den Eigenbedarf genutzt werden könne. In Stadelhofen existieren bereits 100 Photovoltaik-Anlagen. Es könnten aber noch rund 280 Wohnhäuser mit PV-Anlagen nachgerüstet werden. Dadurch könnte eine CO2- Reduzierung um rund 2400 Tonnen erzielt werden.
Auch die Gemeinde sollte überlegen, wo sich PV-Anlagen zur Deckung des Strombedarfs von kommunalen Einrichtungen (zum Beispiel Wasserversorgung) installieren ließen.
Die hohen Strom- und sonstigen Verbrauchskosten bei den Feuerwehrgebäuden und Dorfgemeinschaftshäusern führten im Rechnungsprüfungsausschuss zu Fragen. Die Angelegenheit wurde im Wissen darum diskutiert, dass Fest-Erlöse der Feuerwehr der Feuerwehr wieder zugute kommen und auch die Dorfgemeinschaften viel zum Wohle der Gemeindeteile leisten.


Zählerstände ablesen

Eine Regelung, dass alle Betriebskosten (Strom, Wasser, Kanal, Versicherungen) für die Dorfgemeinschaftshäuser von den örtlichen Vereinen zu zahlen sind, lehnt der Gemeinderat ab. Künftig soll aber vor und nach Festveranstaltungen an und in Feuerwehrhäusern wegen der Weiterverrechnung der Zählerstand für Strom notiert werden. Bei Dorfgemeinschaftshäusern müssen künftig vor und nach Festveranstaltungen ebenfalls die Zählerstände (auch für Wasser) abgelesen werden.
Bei den beabsichtigten Ausgaben für die Haushaltsplanung 2016 handelt es sich um die Dorferneuerung Schederndorf, den Breitbandausbau sowie Ausgaben für die Feuerwehren: zwei Spritzen und ein Auto (Steinfeld), die Sanierung der Grundschule (wenn die Bezuschussung aus KIP kommt, muss die Maßnahme 2018 fertig sein), Spielplätze, Straßenbeleuchtung Untersteinfeld und Brunnensanierung Steinfeld.


Ziel: keine Kredite

Der Sollüberschuss wird rund 200 000 Euro betragen. Nach jetzigem Stand müssten rund Kredite in Höhe von rund 300 000 Euro aufgenommen werden. Ziel müsse es aber sein, so Bürgermeister Ludwig Göhl, den Haushalt 2016 ohne Kreditaufnahmen aufzustellen.
Gemeinderat Willibald Schmitt aus Wotzendorf informierte, dass die Dorfgemeinschaft Wotzendorf gerne ein Dorfgemeinschaftshaus bauen möchte und die Grunderwerbsverhandlungen praktisch zum Abschluss gebracht werden konnten.
Bürgermeister Ludwig Göhl schlug vor, dass über den Grundstückskauf in der nächsten Gemeinderatssitzung entschieden werden sollte und damit auch eine Grundsatzentscheidung getroffen würde, ob das Dorfgemeinschaftshaus seitens der Gemeinde unterstützt wird. Im Anschluss daran müsste ein Planer beauftragt werden, wozu allerdings mehrere Angebote eingeholt werden müssen.
Gemeinderat Oswin Freitag trug den Wunsch der Dorfgemeinschaft vor, eine Bürgerversammlung abzuhalten (unter anderem mit den Themen Flüchtlingsunterbringung und Windräder). red