"Wenn wir als Kirche nicht die in den Vordergrund stellen, denen es schlechter geht als uns, sind wir keine Kirche mehr, die sich auf Jesus von Nazareth berufen kann." Mit diesen Worten von Dekan Kilian Kemmer gaben die Verantwortlichen der St.-Georgspfarrei den erfolgreichen Abschluss verschiedener Sammlungen während der Fasten- und Osterzeit bei der Präsentation im Caritas-Haus "Papst Benedikt XVI." bekannt.
Über 23 000 Euro an Spenden gingen in St. Georg ein. Über 9000 Euro erhielt das katholische Hilfswerk Misereor für Umweltprojekte im Amazonasgebiet in Brasilien und für Wasserreinigungssysteme zur Verbesserung der Trinkwassersituation in afrikanischen Ländern. Diesen Spendenzweck unterstützte auch der Pfarrgemeinderat mit dem Erlös aus dem von Gerhard und Christina Wirkner im März zubereiteten Fastenessen und dem von Peter Schramm organisierten Verkauf von knapp 2000 Osterkerzen.
Über 8000 Euro leitete die Pfarrei an die diözesane und örtliche Caritas weiter. Ambulante Pflege, Beratungsstellen für die verschiedensten Lebenslagen und die Flüchtlingsunterstützung sowie das Angebot "Der besondere Tag" für die tageweise Betreuung Demenzkranker sind neben vielen anderen Maßnahmen der Caritas Nutznießer der Spenden. 30 Sammler trugen durch die Hauslistensammlung maßgeblich zum Erfolg der Aktion bei.
Nahezu 4000 Euro ergab die Sammlung für die Armenienhilfe der Pfarrei, durch das die Küche der Barmherzigkeit in Erewan unterstützt wird. Täglich erhalten dort rund 1000 Bedürftige eine warme Mahlzeit.
Knapp 2000 Euro spendeten die diesjährigen Kommunionkinder für die Kinder- und Jugendarbeit in den Diasporagebieten. Nach allen drei Sonntagsgottesdiensten an den sechs Fastensonntagen verkauften die Ministranten Soli-Brote. Diese Aktion wird zusammen mit den Höchstadter Schulen separat abgerechnet und kommt heuer Schulkindern in Namibia zugute, einem Patenprojekt des Gymnasiums Höchstadt unter der Leitung des Lehrers Roland Grebner.
Auch am kommenden Pfingstfest wird in allen Gottesdiensten der Stadtpfarrkirche für die Unterstützung von Jugendprojekten in Osteuropa gesammelt. Das katholische Hilfswerk Renovabis fördert dort die Ausbildung junger Menschen, damit diese in ihrer Heimat bleiben und sie durch ihr Wissen und ihr Können aktiv gestalten und aufbauen. Am Abend des ersten Pfingstfeiertages beschließt die St.-Georgspfarrei mit einem Vespergottesdienst um 17 Uhr festlich die Osterzeit. Dabei wird die Osterkerze symbolisch gelöscht und an den Taufstein im Seitenschiff übertragen. red