Spiesberg — Die künftige Abwasserbeseitigung war der beherrschende Tagesordnungspunkt anlässlich des Bürgergesprächs. Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) und Klaus Zwirner von der Planungsgruppe Strunz zeigten dazu die Kostenalternativen auf und bezeichneten Kleinkläranlagen als die derzeit
wirtschaftlichste Lösung.
Von der Planungsgruppe Strunz wurde ein detailliertes Sanierungskonzept für die künftige Entwässerung vorgelegt, wobei die Kostenvergleichsberechnung ergab, dass die wirtschaftlichste Lösung für Pfaffendorf eine zentrale Entsorgung über ein Pumpwerk und eine Druckleitung zur Kläranlage in Burgkunstadt, die etwa in Höhe des Röhriger Kreisels in das bestehende Netz einmünden würde, wäre.
Auf die Situation in Spiesberg ging Klaus Zwirner umfangreich ein und stellte zunächst die Ergebnisse der Kamerabefahrung vor, die ergeben hätte, dass wegen der in das Kanalnetz hin einragenden Rohre, Wurzeleinwachsungen und teilweise defekte Stutzen Sanierungen erforderlich wären.

Nur Deckel sichtbar

Bei der Abwasserbeseitigung müsste in Zukunft eine Trennung des Regen- und Schmutzwassers erfolgen, dessen Klärung in Teichkläranlagen, also Kleinkläranlagen in Ortsnähe, erfolgen würde. Diese werden im Boden eingelassen, sodass nur der Deckel der Behältnisse der einzelnen Reinigungsstufen sichtbar sei. Ein besonderes Anliegen der Bürger waren mögliche Geruchs- und Lärmbelästigungen, wobei diese Bedenken Klaus Zwirner nicht sah, da vor allem die Abwässer unter anderem mit einer Sauerstoffanreicherung gereinigt würden und sich möglicherweise absetzenden Schwebstoffe und Schlamm, in regelmäßigen Abständen aus dem Klärbehältnissen genommen werden.

Anlagen besichtigen

Da mehrfach der Wunsch aus der Versammlung geäußert wurde, dass derartige und bereits in Betrieb befindliche Anlagen besichtigt werden sollten, sagte Bürgermeister Robert Hümmer zu, sich entsprechende Kleinkläranlagen, die vielfach in der näheren Umgebung bereits in Betrieb sind, bei einer gemeinsamen Fahrt anzusehen.
In diesem Zusammenhang kam noch die Anregung, die derzeit in der Ortsnähe beabsichtigten Klärbehältnisse vielleicht planerisch zu überdenken und näher an das bestehende Klärbecken von Spiesberg zu rücken. Zur Sprache kamen zudem die land- und forstwirtschaftlich nutzbaren Wege und deren Ausschilderung.
Ein weiteres Anliegen der Einwohner war der Kinderspielplatz von Spiesberg, der, wenn ein neues und von der Gemeinde zugesagtes Spielgerät angeliefert werde, vielleicht etwas eingeebnet werden sollte, so der einhellige Wunsch. Besonders erfreut zeigte sich Bürgermeister Robert Hümmer, der allen für ihr Kommen und die Diskussionsbeiträge dankte, dass sich der örtlichen Bürger- und Kapellenbauverein Spiesberg bereit erklärt hatte, nachdem die Neuausstattung des Kinderspielplatzes erfolgt sei, ebenfalls ein Spielgerät beizusteuern.