von unserer Mitarbeiterin 
Daniela Pondelicek

Neustadt — Von diesem Audioguide kann nicht nur das Museum profitieren: Das Projekt stellt die Abschlussarbeit für Grundschullehramtsstudentin Anika Bauer dar. Zudem haben sich die Kinder eigenständiges Lernen angeeignet.

Fächerübergreifend

Anika Bauer habe nach Anfrage 20 Stunden im Heimat- und Sachkundeunterricht bekommen."Die Heubischer Schule war sehr zuvorkommend", sagt die Grundschullehramtsstudentin. Das Produktion sei fächerübergreifend gewesen. "Die Inhalte stammen aus dem Lehrplan der dritten Klasse, die Textproduktion war Teil des Deutschunterrichts", sagt Anika Bauer. Das Projekt habe kompetenz- und handlungsorientiertes Lernen der Schüler gefördert.
"Die Kinder haben sich selbstständig über die einzelnen Themen informiert", meint Anika Bauer.

Kindgerechte Aufbereitung

Der erste Schritt des Projektes war ein Museumsbesuch, bei dem die Kinder eine Führung von Museumsleiter Udo Leidner-Haber bekamen.
Danach begann das freie Arbeiten der Kinder im Museum, bei dem auch Zeitzeugen anwesend waren, die den Kindern einzelne Schritte aus der Spielzeugproduktion anhand eigener Erfahrungen erklären konnten. Zurück in der Schule, ging es dann in die Textproduktion. Die Schüler bekamen Sekundärliteratur zu den Schaukästen und vereinfachten die Informationen, sodass sie für Altersgenossen verständlich wurden. "Die Kinder haben schnell herausgefunden, welche Begriffe sie erklären müssen und welche Inhalte sie weglassen können", meint Anika Bauer.
In kurzen Sätzen und mit einfachen Ausdrücken werden sieben Schaukästen im ersten Stock des Museums beschrieben. Gesprochen wird der Text von verschiedenen Kindern im Wechsel, Anika Bauer hat die Produktion geschnitten und mit Hintergrundgeräuschen abgerundet. So wecke der Guide das Interesse der Kinder.

Motivation und Interesse

Berkan und Berat, beide neun Jahre alt, sind sich einig: "Das Projekt hat uns sehr viel Spaß gemacht!" Auch alle anderen Kinder haben freiwillig und motiviert mitgearbeitet.
"Der Guide ist aus dem Interesse der Kinder heraus entstanden", sagt Anika Bauer. Auch den "Klick-Effekt" habe es gegeben.
Udo Leidner-Haber freut sich über die Audiodateien: "Wir können sie auf jeden Fall verwenden. Jedoch wissen wir noch nicht, ob wir die Dateien in Form eines Audioguides, einer App oder lediglich bei besonderen Veranstaltungen nutzen."
Falls Anika Bauer im Referendariat nach dem Studium in Neustadt arbeiten darf, möchte sie auch die restlichen Schaukästen des Museums mit den Kindern vertonen.