Höchstadt — Weit über 100 Gäste - Kinder und Eltern - waren der Einladung zu einem Spielenachmittag in der Höchstadter Don-Bosco-Schule gefolgt. Lange Tische mit unzähligen Spielen wurden aufgebaut. Betreut wurden die Kinder unter anderem von Birgit Brehm und ihrem Team aus dem Höchstadter Spielzeugladen "Rappelkiste", die alles fachkundig und kindgerecht vorstellten. Birgit Brehm stellte wieder aktuelle und beliebte Spiele zum Ausprobieren zur Verfügung. Außerdem waren viele Lehrkräfte bei den Spieltischen in den Klassenzimmern. Die Schule hatte vor einigen Jahren alle diese Spiele gewonnen, weil sie sich am Wettbewerb "Spielen macht Schule" beteiligt hatte.
Schulleiter Lothar Giehl fasste die Idee des Nachmittags in einer kleinen Rede zusammen: "Spielen und Lernen sind keine Gegensätze. Das Spielen hilft uns bei der Persönlichkeitsentwicklung und beim Lernen in der Gruppe. Wir setzen uns mit verschiedenen Materialien auseinander, bewältigen verschiedenste Anforderungen, lernen, uns an Spielregeln zu halten, nehmen eigene Gefühle bewusst wahr und lernen, sie besser zu kontrollieren. Die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung belegen: Spielerfahrungen sind förderlicher für ein Kind als die passive Erfahrungsvermittlung durch das Fernsehen oder den Computer. Bewegung und Kreativität sind wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung."
Es wurde also wieder einmal gespielt, was das Zeug hält: Alles war im Sortiment. Kartenspiele und Brettspiele - besonders beliebt an diesem Nachmittag waren Geschicklichkeitsspiele. Türme wurden in schwindelnde Höhen gebaut, und für das Spiel "Twister" wichen manche sogar auf den Gang aus, weil für die Verrenkungen und den Einsatz mit dem ganzen Körper die Klassenzimmer doch zu klein waren. Gewinnen und verlieren, oder auch gemeinsam zum Ziel kommen - alles das kann man beim Spielen ständig üben und lernen. Und das Wichtigste dabei ist: Es macht Spaß. Die Eltern sammelten außerdem schon einmal Ideen für das kommende Weihnachtsfest.
So konnte man überall lachende Gesichter sehen. Für eine kleine Stärkung zwischendurch sorgte Belinda Morrison-Tohol mit ihrem Team vom Förderverein der Schule. Sie hielt Getränke und frische Waffeln für alle bereit.
Jörg Gugel