Aschbach — Ein Buch, das singt, ein Puzzle, das immer gelingt, Stickkarten für Erwachsene - der Verlag SingLiesel hat sich darauf spezialisiert, Menschen mit Demenz und deren Angehörige auf eine besondere Weise zu unterstützen: mit Büchern und Spielen, die die Betroffenen auch trotz Demenzerkrankung selbst nutzen können und die vor allem Türöffner sind, um einen Zugang zu den Erkrankten zu finden.
"Auch wenn viele andere Erinnerungen verblassen, die Erinnerungen an die Melodien der Kindheit und Jugend oder auch die Spiele von damals haben Bestand", erklärte Verlagsleiter Christian Jungermann, als er die beiden lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz in Forchheim und in Aschbach besuchte, die die Diakonie Bamberg-Forchheim organisiert und die vom Bund gefördert werden. Er kam nicht mit leeren Händen: Jeweils ein Paket mit Spielen und Büchern im Wert von 250 Euro brachte er mit.
Im Seniorenzentrum Hephata der Diakonie in Aschbach puzzelten und stickten Hausleiter Peter Böhnlein und Karin Oppel, die im Seniorenzentrum auch für die Beschäftigung zuständig ist, gleich los - zur Freude von Christian Jungermann. Für ihn sind zwei Dinge wichtig: "Den Erkrankten Freude bereiten und Angehörige im nicht immer einfachen Umgang mit der Erkrankung unterstützen. Angebote auf lokaler Ebene sind einer der Erfolgsschlüssel, um den Alltag als Betroffener und Angehöriger trotz und mit Demenz erfolgreich zu meistern."
Ute Nickel