Bernhard Panzer

Auch ein Minister lernt nie aus. Für Markus Söder, den Herrn der bayerischen Finanzen, war der Spatenstich der erste Kontakt mit Lothar Matthäus. Er sei immer ein Fan des Franken gewesen, als einer der besten Fußballer der Welt, sagte Söder. Auch wenn es Matthäus dann nach Gladbach zog und später "auch noch nach München", und eben nicht nach Nürnberg, wie der bekennende Clubfan ergänzte. Abseits des Mikrophons hatte der Politiker den Sportler eingangs noch gefragt, bei welchem der beiden Herzogenauracher Fußballvereine er denn gespielt habe.
Das erfuhren die Gäste dann bei der offiziellen Plauderrunde, als der Landtagsabgeordnete und amtierende FC-Vorsitzende Walter Nussel den Herzogenauracher lobte. Aber nicht nur der FC, selbst Puma wäre ohne Matthäus "nicht das, was es ist", wie Pressesprecher Ulf Santjer bei der kleinen Talkrunde feststellte. Lothar selbst sprach dann auch sein Lob aus. Und zwar der Fußball-Kollegin Nadine Keßler. Die 28-Jährige ist genauso wie der 55-jährige Rekord-Nationalspieler Weltfußballer(in). Aber die Champions-League "hat sie dreimal öfter gewonnen als ich", sagte der Franke. Für die Teilnehmer war der Besucher zweier Weltfußballer und vielfacher Titelträger in der Sportstadt allemal ein Erlebnis.


Rote Helme

Seine Freude drückte auch Bürgermeister German Hacker (SPD) aus, Zunächst über die gelungene Farbwahl bei den knallroten Helmen zum Spatenstich — ganz im Gegensatz zum schwarzen Minister. Und dann darüber, dass das Markenzeichen der Stadt Herzogenaurach, nämlich die Sportartikel-Industrie, eine weitere Wertschätzung erfuhr. "Andere haben das Auto erfunden", sagte Hacker. "Aber die Sportartikel kommen nun mal aus Herzogenaurach."