von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Hannberg — Die Kinder des Hannberger Kindergartens St. Marien wussten nicht, was auf dem Scheck steht. Umso größer wurden deren Augen, als ihnen Kindergartenleiterin Martina Dreßel erklärte, dass die tausend Euro für das lang ersehnte Spielhaus um Garten verwendet werden. Der kleine Tim hofft natürlich, dass das Haus bald gebaut wird, bevor er in diesem Jahr in die Schule kommt. Der Papa von Tim war es nämlich, der mit dem großen Scheck in der Hand, an der Eingangstür klingelte.
Der Hesselberger Bauunternehmer Marco Bertlein weiß um die Wünsche der Kindertagesstätten, schließlich war auch Tims Bruder im Kindergarten St. Marien. "Ich weiß, dass es immer wieder mal Wünsche der Kinder gibt, sei es für Spielzeug, oder eben für ein Holzhaus", erklärte Bertlein. Er war sich mit seinen Kunden einig, dass diese auf die üblichen Weihnachtsgeschenke verzichten und stattdessen die vier Gruppen mit hundert Kindern des Kindergartens mit einem verspäteten Weihnachtsgeschenk überraschen.
Natürlich werden die Kindertageseinrichtungen vom Staat, dem Träger und der Gemeinden unterstützt. Aber eben nur die Betriebskosten, Um- und Erweiterungsbauten und Einrichtung. Wenn Spielsachen mal kaputt gehen, oder ein neuer Traktor auf der Wunschliste der Kinder steht, dann sind Spenden und Einnahmen aus Veranstaltungen natürlich eine große Hilfe. "Den Scheck hängen wir im Eingangsbereich auf, dann kann ihn jeder sehen", erklärte sie "ihre" Kindern, die natürlich jetzt den Sommer und das neue Holzhaus kaum mehr erwarten können.