"Im Mai soll es den Spatenstich für die neue Kläranlage geben", erklärt Heiligenstadts Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit). Um sich gut zu informieren, hatten die Gemeinderäte eine Rundreise unternommen und sich Kläranlagen in Burgkunstadt, Bindlach und Pottenstein zeigen und weitere erklären lassen.
Mitte 2015 hatten sich die Marktgemeinderäte für eine einstufige Belebungsanlage nach einem Belebtschlammverfahren mit gemeinsamer, aerober Schlammstabilisierung und Durchlaufbetrieb entschieden.
Diese Anlage benötigt ein neues Betriebsgebäude, das als eingeschossiger Bau mit Flachdach vorgesehen ist. Es soll sich um ein Gründach handeln, auf dem auch eine Photovoltaikanlage angelegt werden soll. Die Kläranlage hat auch ein Belebungsbecken. Hier erfolgt die biologische Abwasserreinigung mit der Hilfe von Mikroorganismen und Bakterien. Für die Sauerstoffversorgung des Belebungsbeckens werden zwei regelbare Drehkolbengebläse mit Einzelschallhauben vorgesehen.
Direkt daneben wird ein Nachklärbecken als horizontal durchströmtes Rundbecken mit Schildräumung für Bodenschlamm und Schwimmschlamm geplant, das Belebtschlamm und gereinigtes Abwasser trennt.


Biologische Prozesse

Der aus den biologischen Prozessen der Kläranlage anfallende Schlamm wird für eine wirtschaftliche Verwertung über eine Schneckenpresse in seinem Wassergehalt reduziert.
Die neue Kläranlage wird durch das Netz der Bayernwerk AG versorgt. Die Zufahrt erfolgt über eine von der Staatsstraße 2187 abgehende Asphaltstraße. "Wie bei einem Hausbau muss hier ebenfalls ein Bauantrag gestellt werden. Dieser ist jetzt gestellt worden", so Krämer.