von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret

Seubelsdorf — Acht Jungen und Mädchen ließen sich am Freitagnachmittag im Vereinsheim des ESV Lichtenfels im Rahmen des Sommerferienprogramms der kommunalen Jugendarbeit des Landkreises bei einem Schach-Schnuppertag des Schachvereins Seubelsdorf in die Geheimnisse des königlichen Spiels einweisen.
Auch wenn ein Schachspiel oft mehrere Stunden dauere, sei es trotzdem ein äußerst spannendes Spiel, bemerkte einleitend der stellvertretende Vorsitzende des Seubelsdorfer Schachvereins, Hans Richter. Zusammen mit Spielleiter Kilian Mager erklärte er anschaulich die Funktionen der Figuren und die Grundbegriffe des Denkspiels.


Wervolle Dame

"Während der König, um den sich schließlich alles dreht, als die wichtigste Figur gilt, stellt die Dame für die Weiterentwicklung des Spiels die wertvollste und stärkste Figur dar", betonte Hans Richter. Die Besonderheit des Springers liege darin, dass er als einzige Figur andere Figuren überspringen könne, weshalb er in der Mitte des Feldes am wirkungsvollsten sei.
Dies untermauerte der achtjährige Max mit dem Schlagwort: "Der Springer am Rand, bringt Kummer und Schand." Richter verglich die Wertigkeit der einzelnen Figuren mit einem Fußgänger, einem Moped, einem Auto und einem Düsenjäger, wobei, wie im Leben auch, das Zusammenwirken aller von entscheidender Bedeutung sei.
Nach der Theorie kam auch die Praxis nicht zu kurz. Als einziger kompletter Neuling stellte sich der neunjährige Niels nicht schlecht an.
Alle anderen hatten schon etwas Erfahrung. So lernte Max das königliche Spiel bei den wöchentlichen Schachstunden in der Dr.-Roßbach-Grundschule, die der Vorsitzende des Schachvereins, Matthias Bergmann, abhält. Der achtjährige Christoph aus Mistelfeld, der auch seine sechsjährige Schwester mitgebracht hatte, hat zu Weihnachten ein Schachspiel bekommen. "Immer wenn ich mit jemandem gespielt habe, hat meine kleine Schwester gekiebitzt, so dass sie mittlerweile auch schon die Grundzüge des Spiels beherrscht", freute sich Christoph. Toni Säum aus Stublang erzählte, sein Pate habe ihm das königliche Spiel beigebracht.
"Schach ist eines der schwierigsten Denkspiele, demzufolge erfordert es starke Konzentration und fördert dadurch das logische Denken", machte Hans Richter deutlich. Dass es sich dabei aber um keine trockene Angelegenheit, sondern vielmehr um ein spannendes Spiel handelt, das viel Spaß macht, konnten die Schüler an diesem Nachmittag erleben. Wer regelmäßig Schach spielen möchte, kann sich der Jugendgruppe des Schachvereins anschließen, die sich jeweils freitags von 17 Uhr bis 19 Uhr im Vereinsheim des ESV Lichtenfels dem königlichen Spiel widmet.