Forchheim — Zwei Schwerpunkte setzte die DGB-Kreisvorsitzende Christa Gerdes bei der Sitzung des DGB Forchheim.
Die Gewerkschaftlerin zeigte sich verärgert darüber, dass die Verhandlungen über den Sozialplan für die Beschäftigten im Altenheim Katharinenspital stocken.
"Die Würfel sind gefallen. Das Katharinenheim wird nun von einem Investor zu einem Haus für betreutes Wohnen umgestaltet. Es ist jetzt Aufgabe der Stadt und ihrer Verantwortlichen, mit den Gewerkschaften schnell einen Sozialplan auszuhandeln", so Christa Gerdes. Ein Sozialplan sei nach Überzeugung des DGB Forchheim kein Almosen. "Ein Sozialplan dient dazu, die Nachteile, die die Beschäftigten durch diese Umstrukturierung erfahren, auszugleichen. Die Stadt als öffentlicher Arbeitgeber hat hier eine Vorbildfunktion", so die einhellige Meinung im DGB Kreisvorstand.


Hoher Frauenanteil

Die Mitglieder des DGB-Kreisvorstandes machten deutlich, dass es, wie in anderen sozialen Berufen, einen hohen Frauenanteil gebe. "Die Frauen arbeiten meist in Teilzeit und sind in eher niedrigen Entgeltgruppen eingeordnet", so Josef Messingschlager von Verdi.
Ein weiteres Thema bei der Vorstandssitzung war das Forchheimer Bündnis "Bunt statt Braun". Viele Kollegen seien aktive Mitglieder. "Leider müssen wir in Forchheim und in der gesamten Region erleben, dass Nazis die Themen Flucht und Asyl missbrauchen, um ihre braune Suppe zu kochen. Sie sind so aktiv, wie schon lange nicht mehr", so Marietta Eder, DGB-Regionssekretärin. "Es zeigt sich, dass die Nazis nun gemeinsam agieren, was noch vor Monaten nicht möglich war." red