Sonnefeld — Das Haushaltsvolumen der Gemeinde Sonnefeld wächst weiter. Waren von der Kämmerei im Rechnungsjahr 2013 noch 10,5 Millionen zu bewältigen, stieg die Summe 2014 auf 13,2 Millionen. Der am Mittwoch Abend im Rahmen der öffentlichen Sitzung beschlossene Haushaltsplan 2015 schließt im Volumen knapp unter 14,8 Millionen Euro.
Davon sind im Verwaltungshaushalt 9,0 (im Vorjahr 8,9) und im Vermögenshaushalt 5,8 (4,2) Millionen zu stemmen. Dem Willen des Gremiums entspricht die Prämisse, den Haushalt ohne neue Kreditaufnahmen abzuwickeln und darüber hinaus den Schuldenstand durch Tilgungen weiter zu senken.
Erstmals seit vielen Jahren wurde das vorgelegte Haushaltswerk nicht einstimmig verabschiedet. Bernd Lauterbach (SPD) lobte als Verweigerer zwar im Vergleich zu Nachbargemeinden "den besten Haushalt", sah in den Ansätzen jedoch eine Vernachlässigung der Pflichtaufgaben zugunsten des Millionenprojekts Domänenumbau. Gleichzeitig mahnte er das noch immer ausstehende Nutzungskonzept Hallenprojekt an und vermisst finanzielle Vorsorge für "schlechtere Zeiten". Ohne Einwendungen der Gemeinderatsfraktionen sah Bürgermeister Michael Keilich (CSU) keine andere Chance, als das auf drei Haushaltsjahre verteilte Hallenprojekt planmäßig fertig zu stellen.

Drei Millionen Gewerbesteuer

Die sich auf etwa drei Millionen eingependelte Gewerbesteuer würdigte Keilich als verlässliche Voraussetzung für die kommunale Finanzplanung. Weitere knapp zwei Millionen werden aus Beteiligung an der Einkommenssteuer erwartet.
Der mit 922 000 kalkulierte Bereitbandausbau im Gemeindegebiet ist mit 728 000 Zuwendungen - verteilt auf zwei Haushaltsjahre - gefördert. Fortgeführt wird die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik (0,1), Erschließung Neubaugebiet Dorfberg (0,3) und Planung Straßenausbau Thüringer-/Bieberbacher Straße (0,1). 100  000 Euro sind für eine neues Bauhoffahrzeug, 50 000 für Forcierung des Digitalfunks Feuerwehr und BRK-Fahrzeuge und 40 000 Euro für die Anschaffung eines HvO-Einsatzfahrzeugs vorgesehen.
Freuen können sich die Einwohner der Gemeindeteile Hassenberg und Wörlsdorf. Der schlechte Zustand des Gehwegs entlang der Kreisstraße wird vom Baulastträger Landkreis durch Deckenerneuerung beseitigt.
Als Ersatz für einen ausscheidenden Mitarbeiter ist die Kommune auf Suche nach einem neuen EDV-Administrator. Sein Aufgabenbereich erstreckt sich nicht nur auf den Bereich Verwaltung im Rathaus, sondern bezieht auch Anforderungen aus Schule und Feuerwehr mit ein. oe