Wann gab es die erste Sommerzeit? Von 1916 bis 1918. Das Kaiserreich wollte während des Ersten Weltkrieges die Arbeitskraft der Rüstungsindustrie durch mehr Tageslicht besser nutzen. In der Zeit der Ölkrise (1973) rückte die Sommerzeit erneut in den Fokus und wurde 1980 wieder eingeführt. Das Ziel: Energie sparen.

Warum war es wichtig, die Zeit zu vereinheitlichen? Im 19. Jahrhundert legten große Städte ihre Uhrzeit selbstständig nach dem Stand der Sonne fest. Im Deutschen Reich gab es 60 unterschiedliche Zeitzonen. Mit der Entwicklung von Eisenbahnnetz und Telegrafie wurde eine einheitliche Zeit allerdings immer wichtiger.

Wie wurde das politisch umgesetzt? Am 1. April 1893 trat im Deutschen Reich ein entsprechendes Gesetz in Kraft: Die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) löste die unterschiedlichen Ortszeiten ab. Bereits im Jahr 1884 teilte eine Konferenz in Washington die Welt in 24 Zeitzonen ein und schaffte damit die Basis zur Vereinheitlichung der Zeit.