Durch den Wegfall der Wehrpflicht hätten die Soldaten- und Reservistenkameradschaften (SRK) großen Nachwuchsmangel, wie der stellvertretende Präsident und Bezirksvorsitzende des Bayerischen Soldatenbundes, Klaus-Dieter Nitzsche, in Rossach beim Sommerfest und Reservistentreffen der Kameradschaft Rossach feststellte. Umso mehr freute sich Nitzsche, dass der Verein in Rossach noch über 80 Mitglieder hat und er an einige von ihnen Abzeichen überreichen konnte. Das Ehrenkreuz erhielten Fritz Müller, Werner Zeuch, Günther Präcklein, Gerhard Späth und Elmar Schramm. Das Verdienstkreuz II. Klasse des Bayerischen Soldatenbundes ging an Georg Frey, Hans-Dieter Lieb, Werner Martin, Uwe Fischer und Bernhard Stühlein. Nitzsche lobte die Vereinsführung und den Kreisvorsitzenden Dieter Behncke dafür, dass sie die Idee der Reservisten hochhielten. In puncto Personalausstattung sei die Entwicklung der Bundeswehr bedauerlich. Nitzsche: "Vor rund 20 Jahren waren es noch rund 500 000 Soldaten, heute sind 150 000 Soldaten noch nicht einmal erreicht." Wie wolle sich die Bundeswehr damit in der Gesellschaft verankern und präsent sein?
"Die Kameradschaft in der SRK Rossach passt", stellte Bürgermeister Udo Siegel in seinem Grußwort fest. Es sei nicht selbstverständlich und sehr selten, dass alle zu Ehrenden anwesend sind. Dies beweise den Zusammenhalt. Auch für das Gemeinwohl sei die Kameradschaft in Rossach sehr bekannt. Siegel erinnerte an den Volkstrauertag, der von der SRK an mehreren Ehrenmalen mit ausgestaltet werde. Die Rossacher sei eine der größten und wohl auch aktivsten Kameradschaften im Landkreis. Fast jedes Jahr werden in Rossach das beste Sammelergebnis für die Kriegsgräberfürsorge im Landkreis erreicht. Klaus-Dieter Nitzsche übernahm zusammen mit Bürgermeister Udo Siegel, dem Kreisvorsitzenden Dieter Behncke und dem Vorsitzenden Walter Schmidt die Ehrungen. Für jeden Geehrten hatte Schmidt die passende Laudatio parat.
Michael Stelzner