Ein Außenbandriss verdammt Florian Huppmann derzeit zum Zuschauen. Von Außen erlebte der 25-jährige Stürmer mit, wie die SpVgg Effeltrich in der Kreisklasse 2 ER/PEG den ersten Saisonsieg feierte und sich zum ersten Mal in dieser Saison für den Trainingsfleiß und die gute Arbeit des Trainers belohnte.

Mit dem 3:2 gegen Hetzles scheint der Knoten geplatzt zu sein. Sie konnten verletzungsbedingt nicht mitwirken. Wie haben Sie das Spiel von Außen erlebt?
Florian Huppmann: Wegen des schlechten Wetters habe ich mich unter das Sportheim-Dach geflüchtet. Aber von dort aus habe ich einen engagierten Auftritt meiner Mannschaftskameraden gesehen. Die Jungs haben gut gespielt und sich einen 3:0-Vorsprung verdient. Als Hetzles dann verkürzte, sind wir zwar nervös geworden und haben angefangen zu schwimmen, aber diesmal haben wir den knappen Vorsprung ins Ziel gerettet.

War der Sieg eine also Art Initialzündung?
Das wäre zu wünschen. Die vergangene Spielzeit, der Abstieg und die bisherigen Ergebnisse haben sich in den Köpfen festgesetzt und für Verunsicherung im Team gesorgt. So ein Sieg kann befreiende Wirkung haben. Aber wir müssen versuchen nachzulegen. Am besten gleich gegen die DJK Wimmelbach, die sich in Kleinsendelbach am Sonntag acht Tore eingefangen hat. Dafür bräuchten wir einen Knipser. Aber vielleicht haben wir mit Matthias Maywaldt, der eigentlich nur Zweite spielt, aber genau wie Max Messingschlager gegen Hetzles richtig stark war, ja so einen Mann gefunden.

Bundesligist SV Werder Bremen hat seinen Trainer entlassen - trotz kurz zuvor noch anders lautender Bekenntnisse. Wie sicher war oder ist Michael Appelts Position in Effetlrich?
Da gab es kein Diskussion. Der Trainer macht einen super Job, ist genau der Coach, den sich der Verein gewünscht hat: ein Taktiker, der viel mit den Spielern spricht. Und von Profiteams müssen wir uns sowieso nicht alles abgucken. Beim 1. FC Nürnberg geht' s ja auch wieder drunter und drüber. Früher bin ich oft ins Stadion. Das schaffe ich nicht mehr, aber ich verpasse beim Club ja auch nichts.

Das Gespräch führte
Johannes Höllein


Am kommenden Wochenende empfängt Kilian Bauer vom ASV Möhrendorf den Steilpass von Florian Huppmann.