Bei der Freisprechung der Kreishandwerkerschaft Coburg sprach Festredner Matthias Graßmann aus Bamberg, Vizepräsident der Handwerkskammer Oberfranken, den erfolgreichen Junghandwerkern sowie den kaufmännischen Angestellten im Handwerk Glückwünsche zur bestandenen Gesellenprüfung aus. "Ihr habt es geschafft, einen anspruchsvollen und zugleich zukunftssicheren Handwerksberuf zu erlernen. Viele Dinge, die in einer Prüfung gar nicht gefragt werden, sind doch entscheidend für den Erfolg im Berufsleben", betonte er. Eine wichtige Bedeutung räumte der HWK-Vizepräsident der stetigen Fortbildung ein: "Mit dem Ablegen der Prüfung habt ihr auch einen tollen Grundstein für eine berufliche Zukunft geschaffen. Aber allein damit wird es nicht getan sein. Deshalb möchte ich euch die Weiterbildung ans Herz legen, denn die Herausforderungen werden in den nächsten Jahren nicht weniger. Lebenslanges Lernen ist Trumpf, gerade auch im Handwerk."
Im Rahmen einer Feierstunde fand in einem Betriebsgebäude der Firma Geiss AG die 7. gemeinsame Freisprechungsfeier der Coburger Kreishandwerkerschaft mit ihren Innungen statt. Dabei wurden 50 Auszubildenden, die in den vergangenen Monaten ihre Abschlussprüfung erfolgreich bestanden haben, ihre Gesellenbriefe ausgehändigt.
Die neuen Junggesellen gehören nach Darstellung von Kreishandwerksmeister Jens Beland der Bau-Innung Coburg, der Bäcker-Innung Coburg-Neustadt, der Elektro-Innung Coburg, der Innung für Elektro- und Informationstechnik Kulmbach-Kronach, der Fleischer-Innung Coburg-Stadt und Land, der Maler-, Tüncher- und Lackierer-Innung Coburg-Stadt und Land sowie der Schreiner-Innung Coburg-Stadt und Land an. Als derzeit begehrtester Ausbildungsberuf gilt der des Elektronikers der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik, der mit 20 Absolventen der Lehre den Löwenanteil ausmachte.
Die besten Wünsche des Landkreises und der Stadt Coburg überbrachte stellvertretender Landrat Rainer Mattern (CSU). Besonders wichtig für ihn ist die duale Ausbildung. "Sie fordert junge Menschen in der Schule und im Beruf. Wenn man denken und handwerklich arbeiten kann, findet man Spaß am seinem Beruf", sagte er. Als Sprecher der Fördermitglieder der Handwerkskammer wertete AOK-Direktor Christian Grebner das Handwerk als eine Sparte der Arbeitswelt, die historisch gewachsen sei und immer gebraucht werde. Jens Beland dankte den Betriebsinhabern und Meistern der Betriebe, in denen die Freizusprechenden den Feinschliff erhalten hätten. Dem zum Teil noch verstaubten Image des Handwerks widersprach er. "Dem, der später seine Meisterprüfung in der Tasche hat, stehen alle Wege bis hin zum Studium offen", sagte er.
Inhaber Manfred Geiss von der gastgebenden Firma Geiss AG stellte sein Unternehmen, das sich modernster Fertigungstechniken und Maschinen bedient, den Anwesenden der Freisprechungsfeier vor. Gefertigt und vertrieben werden hier von 147 Angestellten vornehmlich Kunststoffprodukte wie zum Beispiel Boote, Skiboxen, Badewammen, die Innenschale von Kühlschränken, Lichtkuppeln von Gebäudedecken und vieles mehr. Der Exportanteil beträgt circa 80 Prozent. "Ausbildungsberufe bei der Geiss AG sind die des Feinmechanikers, des Elektronikers der Fachrichtung Betriebselektrik, des Mechatronikers und des Bürokaufmann beziehungsweise der Bürokauffrau", erklärte Konstrukteur Wolfgang Daum.
Freigesprochen wurden Armin Donlagic, Melanie Janicek, Kevin Stang, Frederic Zachmann, Isabell Ehrlich, Karin Luthardt, Linda März, Sven Walther, Lukas Bayer, Axel Fischer, Fabian Fischer, Phillip Fleischmann, René Guse, Marcel Hellmuth, Moritz Korn, Philipp Mahn, Sven Marr, Patrick Marx, Jörg Popp, Michael Rodner, Lukas Schick, Andreas Schneider, Michael Stegner, Philipp Thoma, Stefan Tiroch, Romeo Wagner, Thore Weiß, Marco Windisch, Konstantin Hoff, Robert Wünsch, Annemarie Gräfe, Emanuel Müller, Robin Ringel, Patrick Wöhner, Oliver Leisch, Robin Lieb, Marvin Otto, Marvin Pusch, Lukas Edem, Vitali Hein, Matthias Korn, Roberto Weiß, Luisa Muther, Robin Beetz, Maximilian Funk, Linus Müller, Paul Preußinger, Sascha Seidel, Maximilian Thiem und Fabian Weidhaus.
Hans Haberzettl