Sabine Christofzik

Strullendorf — "Sicherheits- und Assistenzsysteme, die bereits in einigen Pkw verfügbar sind, gehören auch zum Standard einer modernen Lastwagenflotte, und dies ist für die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer enorm wichtig" , sagt Norbert Fehn, Geschäftsführer der Firma Pfl aum Logistik in Strullendorf. "Der Schutz der Fahrer und der Ladung haben Priorität. Dazu gehört zum Beispiel das Abstellen der Fahrzeuge auf bewachten und gut beleuchteten Parkplätzen. "
Das werde auch im Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz und internen Fortbildungsveranstaltungen so vermittelt. "Die Infrastruktur sowie die Parksituation an den Autobahnen und den Fernstraßen habe sich in den letzten Jahren verbessert. Dies genügt jedoch noch nicht für die vielen Lkw, die auf den Straßen unterwegs sind", ergänzt Geschäftsführer Matthias Schellenberger.


630 Lastwagen im Einsatz

Was die Fahrzeugtechnik angehe, so seien seit November 2015 Notbremsassistenzsysteme Pflicht in allen neu zugelassenen Lastwagen. Pflaum Logistik habe sich schon Anfang 2015 darauf eingestellt. Das Durchschnittsalter der rund 630 Lastwagen betrage 1,5 Jahre.
Der Notbremsassistent sei ein unterstützendes Sicherheitssystem. Es werde unter anderem ergänzt durch Spurhalteassistent, Tempomat und Abstandsregler sowie die Nutzung topographischer Karten im Navigationssystem. Letzteres übermittelt Daten an das Fahrzeug, wann beispielsweise die Straße ansteigt und schaltet dementsprechend automatisch in den richtigen Gang, um ökonomisch zu fahren. Letztendlich entscheide aber immer der Mensch.
Tätigkeitsschwerpunkte der Firma Pflaum Logistik, die ihren Hauptsitz in Strullendorf hat und überdies an den Standorten Speyer, Großenhain, Weißenborn vertreten ist, sind im Transportbereich die Lebensmitteldistribution sowie Wechselbrückenlogistik im Bereich des E-Commerce und die Lagerlogistik. Das Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und gehört zu einem der größten Arbeitgeber der Region.