Die Bayernliga-Basketballerinnen der Turnerschaft Herzogenaurach nehmen nach zweiwöchiger Pause am heutigen Samstag den Spielbetrieb wieder auf und erwarten zu einem weiteren Spitzenspiel ab 17 Uhr TTL Bamberg in der Gymnasiumhalle.
Beide Mannschaften zählen zu den Mitfavoriten auf den Titel, wobei die Pleite gegen Litzendorf dem Unternehmen Aufstieg der Herzogenauracherinnen einen kleinen Knacks verpasst hat. Aber die Shorthorns haben schon oft bewiesen, dass sie hervorragend mit Niederlagen umgehen können. Die Saison ist noch jung, alles ist möglich.
Um die Kehrtwende zu schaffen, hat die TSH in den vergangenen beiden Wochen intensiv an den offenen Baustelen gearbeitet, die das Spiel gegen Litzendorf offenbart hatte. Dazu gehörte zum Beispiel die Helpside-Verteidigung: Wenn eine Herzogenauracherin ausgespielt wurde, rückten die Teamkameradinnen zu langsam ein, was Litzendorf immer wieder offene und leichte Würfe ermöglichte. In der Offensive müssen die Centerspielerinnen Ricarda Schilling, Anne Pfister und Anna Bimazubute beser eingebunden werden, mehr Bälle bekommen. Mit unterschiedlichen Trainingsformen wurde der Fokus auf diese Schwerpunkte gesetzt.


Dem Gegner auf die Füße treten

Die Resultate stimmen Shorthorns-Trainer Markus Schönmüller optimistisch: "Wir haben eine harte Niederlage einstecken müssen, aber sie kam zum rechten Zeitpunkt. Jetzt haben wir noch alle Zeit, dieses Missgeschick auszubügeln und uns weiterzuentwickeln." Die hohe Konzentration im Training habe gezeigt, dass das Team etwas gutmachen und zurück in die Erfolgsspur will. "Dementsprechend werden wir den Bambergerinnen 40 Minuten an den Socken kleben und ihnen den Abend so gut wie möglich vermiesen. Gelingt uns dies, haben wir sicher gute Chancen, Sieg Nummer 2 einzufahren."
Jedoch werden es die Oberfränkinnen der TSH nicht leicht machen, was die Zahlen belegen. Julia Burkert ist mit 9,3 Punkten pro Partie die zweitbeste Werferin in einer extrem ausgeglichenen Bamberger Mannschaft und organisiert den Angriffswirbel. Mit Tempo und Kreativität reißt sie immer wieder Lücken in die gegnerische Verteidigung und sucht und sucht willige Passempfänger. Hier ist vor allem Jasmin Burgis zu erwähnen, die 9,5 Punkte pro Partie beisteuert.
Allerdings steht bei TTL Bamberg das Kollektiv im Vordergrund, weshalb die Mannschaft nur schwer auszurechnen ist. Bisher waren stets unterschiedliche Spielerinnen ausschlaggebend für den Teamerfolg, und so stehen die Shorthorns vor einer schweren Aufgabe. Das Gute ist, dass die Zuschauer sicher ein spannendes und intensives Spiel erleben werden, welches Unterhaltung auf höchstem Bayernliga-Niveau garantiert. pes