Leicht machten es sich die Mitglieder des Bausenats nicht, als sie bei ihrer Sitzung am Dienstag die Bäume am Schrotweg in Fischbach besichtigten und entscheiden mussten, ob einige von ihnen gefällt werden sollen oder nicht.
Anwohner hatten bei der Bürgerversammlung beklagt, dass die überhängenden Äste der stattlichen Eichen langsam zur Gefahr werden. Immer wieder liegen abgebrochen Äste, meistens Totholz, auf der Straße. Die Stadt solle doch Abhilfe schaffen und ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen.
Nach fachlicher Beurteilung durch besonders dafür ausgebildete Mitarbeiter des Bauhofes, ging es konkret um elf Bäume, deren Äste weit über die Straße oder sogar bis auf die Grundstücke jenseits der Straße ragen. Viele der Bäume weisen eine Reihe von teilweise starken abgestorbenen Äste auf.
Allerdings sollen nicht alle elf Bäume ganz gefällt werden. Das wurde nur für fünf Bäume beschlossen. Bei den anderen werden lediglich die überhängenden Äste entfernt. Eine Entscheidung mit der auch die Anwohner einverstanden sind, die zum Ortstermin gekommen waren.
Für Diskussion sorgte auch ein Bauvorhaben, am Höhnweg bei Waldsachsen. Dort möchte die Deutsche Funkturm GmbH einen Sendemast errichten. Schon früher war die Gesellschaft auf die Stadt zugekommen und wollte ein städtisches Grundstück am Höhn nutzen. Die Stadt erteilte damals ihr Einvernehmen nicht. Nun einigte sich die Deutsche Funkturm GmbH aber mit einem privaten Grundeigentümer. Der Grund, auf den nun der so genannte "Schleuderturm" gebaut werden soll, durchschneidet eine Ackerfläche und berührt den Höhnweg. Die Stadt wird das Vorhaben dort baurechtlich nicht verhindern können - auch wenn dieser Standort vielen im Senat als noch weniger geeignet erscheint als das städtische Grundstück. Allerdings will Bürgermeister Marco Steiner versuchen zu erreichen, dass die Antennen so ausgerichtet werden, dass die Strahlenbelastung für Waldsachsen möglichst gering bleibt. Das Funkloch im Stadtteil soll jedoch möglichst trotzdem geschlossen werden.