von unserem Redaktionsmitglied 
Dietmar Hofmann

Positano — Ein Riesenerfolg ist gestern dem 23-jährigen Thurnauer Christoph Lauterbach gelungen. Der Medizinstudent nahm auf Vermittlung des Freundekreises Thurnau-Positano am mehr als anspruchsvollen "Positano Beach Trail 2015" teil und ging sensationell als Sieger durchs Ziel.
Volker Seitter, Vorsitzender des Freundeskreises, hatte den jungen Medizinstudenten auf diese Sportveranstaltung aufmerksam gemacht und dessen Ehrgeiz geweckt. "Am 1. April jährt sich unsere Städtepartnerschaft zum 15. Mal, es war uns als Freundeskreis Thurnau-Positano deshalb ein besonderes Anliegen, Christoph Lauterbach zu unterstützen. Das soll ein weiteres Zeichen an unsere Freunde in Positano sein, wie sehr wir unsere Städtepartnerschaft leben und lieben", so Seitter gestern, kurz nachdem er von dem großen Coup erfahren hatte.
Mit seiner Mutter Sabine und der Thurnauerin Kerstin Schuller-Popp war Christoph Lauterbach, der für die SGB Stadtsteinach startet, in den Süden Italiens gereist, um sich der besonderen Herausforderung zu stellen. Unterstützt wurde er von drei Frauen aus Positano: Rosaria Ferrara, Mechy D'Aiello und Renata Vercesi.
Der "Positano Beach Trail 2015" zählt zur Veranstaltungsreihe "Trail Campania". Bevor das Ziel am Strand von Positano erreicht ist, müssen über steile Treppen und Wege die Positano einrahmenden Berge erklommen werden. 20 Kilometer mussten sich die Teilnehmer quälen und dabei einen Höhenunterschied von 2260 Meter meistern. Der Lauf und eine ebenfalls angebotene kürzere Nordic-Walking-Strecke lockten 175 Läufer an.

"Das war der Wahnsinn"

Das atemberaubende Panorama der Amalfiküste konnte keiner der Starter genießen, zumal das Wetter eher bescheiden war. "Der Trail war der Wahnsinn. Der Lauf sehr hart, noch dazu bei Regen und Gewitter, aber wunderbar", Christoph Lauterbach nach dem Zieleinlauf erschöpft, aber glücklich.
Dass der 23-jährige Thurnauer bei seiner ersten Teilnahme auf Anhieb gewann, zeugt von seiner Extraklasse. "In der Partnerstadt herrschte eine Euphorie, als ob Italien und Deutschland gemeinsam die Fußballweltmeisterschaft gewonnen hätten", wurde von den Freunden aus Positano vermeldet. Sie feierten den Sieg des jungen Thurnauers, als hätten sie selbst gewonnen.