Zur Suche nach einer Ausgleichsfläche fand beim Markt Neunkirchen am Brand ein Abstimmungsgespräch mit Vertretern des Bundes Naturschutz (BN) statt. Ausschau gehalten wurde nach einer mageren, wechselfeuchten Mähwiese als Ersatzlebensraum für den europaweit geschützten Tagfalter Wiesenknopfameisenbläuling.
Die Wiese muss im Neunkirchner Südosten liegen und ein deutliches Vorkommen des Großen Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) aufweisen. Ein solcher Lebensraum wird vom Markt gesucht, um ein Vorkommen der bundesweit seltenen Hellen Wiesenknopfameisenbläulinge (und auch der ebenfalls seltenen dunklen Wiesenknopfameisenbläulinge) aufzunehmen, welches sich momentan auf einem potenziellen Baugebiet im Süden Neunkirchens befindet.
Der BN, vertreten durch Ulrich Buchholz und Bernhard Birnfeld, unterstrich nochmals sein Angebot, den Markt in der Angelegenheit zu unterstützen. Er übergab eine Karte, wo sich nach eigenen Begehungen eventuell derartige Wiesen befinden könnten. Sie werden jetzt geprüft.
Ob sich diese Stellen tatsächlich eignen, muss noch eine Untersuchung auf das Vorkommen spezieller Roter Ameisen ergeben, die den Raupen des Schmetterlings in ihrem Nest Bleibe ab Herbst bis Sommer des Folgejahres gewähren. Als "Starthilfe", damit die Ausgleichsfläche von den seltenen Schmetterlingen als Ersatzlebensraum angenommen wird, sind Umsiedlungen der ausschwärmenden Schmetterlinge in den letzten Juliwochen nötig.
Michael Bokämper vom Planungsbüro Institut für Vegetationskunde und Landschaftspflege (JVL) empfahl dem Markt, weitere derartige Flächen zu erwerben, um für künftigen Bedarf Ersatzflächen zu haben. red