Wallenfels — Das Andenken an die verstorbenen Mitglieder und die gefallenen Soldaten steht bei der Soldatenkameradschaft (SK) Wallenfels ganz oben. Wie Vorsitzender Christopher Zeuß in seinem Rückblick erklärte, war neben weltlichen und kirchlichen Festen der große Zapfenstreich das Highlight im vergangenen Vereinsjahr. "Von der Organisation bis zur Durchführung war dieses Ereignis ein toller Erfolg und die Freude von Peter Hänel war nicht zu übersehen", sagte Zeuß. Auch dankte der Vorsitzende den über 100 aktiven Soldatenkameraden, die am Fronleichnamstag und beim Flurumgang in den verschiedenen Uniformen teilgenommen haben. Für 2015 wünschte sich Christopher Zeuß mehr Neuaufnahmen, eine stete Weiterentwicklung und mehr Interesse an den Übungen zum Fronleichnamsfest. Den Kassenbericht gab Heidi Hader und Kassenprüfer Dieter Müller konnte eine einwandfreie Kassenführung bescheinigen.

Ehrungen

Über 100 aktive Kameraden in Uniform und insgesamt über 200 Mitglieder hat die Kameradschaft. An der Jahresversammlung konnten Erster Vorsitzender Christopher Zeuß und Zweiter Vorsitzender Edgar Bärenz zahlreiche Mitglieder für jahrzehntelange Mitgliedschaft ehren. Gerade heute ist es nicht mehr selbstverständlich, einem Verein 40 oder 50 Jahre die Treue zu halten. Deshalb wurden auch schon Ehrungen für 10, 20, 25 und 30 Jahre durchgeführt, um den Mitgliedern zu zeigen, dass ihr Engagement gewürdigt wird und sie gebraucht werden. Folgende Mitglieder wurden geehrt:
für 10 Jahre Michael Förner, Andreas Gleich, Christian Wiedel; für 20 Jahre Tino Stöcker, Dirk Zeitler, Danny Bärenz, Holger Bauss, Ronny Hader, Christopher Zeuß, Richard Vogler, Bernd Stöcker, Waldemar Badschneider, Andreas Buckreus, Timo Zeuß; für 25 Jahre Gilbert Weiß, Günther Weiß, Uwe Fleischmann, Markus Zeuß, Franz Behrschmidt, Helmut Totzauer; für 30 Jahre Frank Weiß, Jürgen Schlee; für 40 Jahre Josef Köstner, Erich Mähringer, Reinhard Müller-Gei, Gerd Hader, Werner Stumpf; für 50 Jahre Heinrich Zeitler, Karl Weiß. Folgende Termine konnte Vorsitzender Zeuß bereits bekannt geben: 21. März Kreisvergleichsschießen Nordhalben, 3. Mai Friedenswallfahrt Vierzehnheiligen, 4. Juni Fronleichnam, 7. Juni Flurumgang, 15. November Volkstrauertag, 12. Dezember Jahresabschlussfeier im Homerudl, 17. Januar 2016 Kreisjahresversammlung des BKV in Wallenfels, 20. Januar 2016 Sebastian, 24. Januar 2016, JHV SK Wallenfels. Außerdem ist angedacht, zusammen mit dem Musikverein ein Fest abzuhalten, um die Kameradschaft zu festigen. Wann und wo ist noch nicht klar, möglicherweise beim Zeltplatz mit Grillen usw.
Der Erste Bürgermeister der Stadt Wallenfels, Jens Korn, dankte im Namen der politischen Gemeinde für den Einsatz und die Arbeit der Soldatenkameradschaft. Auch Pater Jan Poja nutzte die Gelegenheit, sich im Namen der Pfarrgemeinde für die Beteiligung und Ausschmückung aller kirchlichen Festlichkeiten zu bedanken. Der "in den Unruhestand gegangene" ehemalige Bürgermeister Peter Hänel (Altbürgermeister mag er nicht), dankt im Rahmen der Jahresversammlung allen Soldatenkameraden für den Abschied am 3. Mai. Der große Zapfenstreich war ein Ereignis, das bewegt und begeistert habe. Nicht nur ihn selbst, sondern auch die gesamte Bevölkerung, die mitgefeiert habe. Die SK Wallenfels trage hier die Fahne voran. "Lasst dieses Erbe weiterleben, denn Wallenfels, das sind wir", gab Peter Hänel dem Vorsitzenden Christopher Zeuß und seiner Vereinsleitung mit auf den Weg.
Gerhard Lutz sprach die Beerdigungen an. In Wallenfels wird der Sarg noch auf den Schultern von sechs Männern den Berg hinauf getragen und ins Grab gelassen. Dies sei nicht mehr zu schaffen, die Träger würden immer älter und schaffen es körperlich nicht mehr. Es existiert eine Art Wagen, auf den der Sarg gestellt und geschoben werden könne. "Aber manchen gefällt das nicht", es sehe nicht schön aus. Zeuß sagte zu, diesen Punkt in der nächsten Ausschusssitzung zu behandeln. Kammerwart Günther Stöcker sprach die beengte Situation in der Waffenkammer an. Rege Diskussionen gab es, nachdem die Kleiderordnung besonders bei Beerdigungen angesprochen wurden. Es sei jedes Mal eine Hetze, für die anwesenden Kameraden passende Uniformen zu finden. So wurde angefragt, ob nicht jeder seine eigene Uniform, die er auch an Fronleichnam trägt, bei Beerdigungen tragen könne und dadurch die sechs Träger nicht unbedingt einheitlich gekleidet sein müssen. Nachdem hier Vereinsbote Helmut Müller ebenfalls für diese Lösung plädierte, sprach sich die Versammlung mit drei Enthaltungen für diese Lösung aus. Susanne Deuerling