Ehrengäste aus Kommunalpolitik und Kreisbrandinspektion lobten im Gasthaus "Zum Heiligenwäldchen" bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Seelach deren sicherheitsrelevantes wie auch gesellschaftlich bedeutsames Engagement.
Wie Vorsitzender Stefan Fößel feststellte, würden im Laufe eines Feuerwehrjahres immer Freiwillige benötigt, die im Verein mithelfen. Dabei habe man neben den Aufgaben im engeren Sinn in vielfältiger Weise zum öffentlichen Leben im Stadtteil Seelach beizutragen - von der Parkplatzeinweisung beim Freischießen-Feuerwerk bis zum Christbaumschmücken in der Ortsmitte.
In seinem Streifzug durch das vergangene Vereinsjahr, in dem die Feuerwehrfeste in Schmölz und in Lauenstein besucht wurden, hob Vorsitzender Fößel die mittlerweile neunte Teilnahme am Kinderfestzug zum Schützenfest in Kronach hervor. In Anspielung auf den grassierenden Pokémon-Go-Hype habe das Motto des Motivwagens der Seelacher Feuerwehr gelautet: "Wir löschen auch Pokémons." Ein Höhepunkt sei die Ausflugsfahrt mit integrierter Wanderung gewesen, auf deren Programm Rödental mit Schloss Rosenau und Sauloch-Klamm gestanden habe.


Gute Zusammenarbeit

Kommandant Jürgen Seemann bezifferte die Personalstärke der aktiven Wehr mit 31. Rechenschaft legte er ab über die Vielzahl der durchgeführten Übungen und Dienstveranstaltungen.
Gemeinschaftsübungen habe man mit den Nachbarwehren von Gehülz und von Knellendorf ausgerichtet. Ihnen wie auch den Wehren von Glosberg und Gundelsdorf sowie der Patenfeuerwehr in Kronach dankte Jürgen Seemann für die kameradschaftliche Zusammenarbeit.
Als Einsätze der Seelacher Wehr rief er unter anderem eine Krankentragehilfe beim Neuseser Flößerverein und überschwemmungsbedingte Hilfsmaßnahmen in Seelabach in Erinnerung. Der Kommandant dankte den aktiven Feuerwehrfrauen und -männern, die auch 2016 einen großen Teil ihrer Freizeit für die Sicherheit der Gemeinschaft geopfert hätten. In Seelachs Ortsmitte solle bald ein zusätzlicher Löschwasserbehälter zur Versorgung beitragen, berichtete Seemann.
Die Jugendfeuerwehr habe im vergangenen Jahr 19 Übungen durchgeführt, informierte Jugendwart Thomas Kessel. Heuer gelte es, das 30-jährige Bestehen der Seelacher Jugendwehr würdig zu feiern. Erwogen werde eine größere Gemeinschaftsübung für Jugendfeuerwehren. Herbert Schuhbäck bescheinigte - auch im Namen des Mitprüfers Jochen Großmann - den Kassierern Helmut Winter und Eberhard Neder eine mustergültige Finanzverwaltung.
Nachdem diese nach 18-jähriger Amtsausübung nicht mehr antraten, wurden Andreas Herrmann und Jennifer Herzog für die nächsten sechs Jahre als neue Kassierer gewählt.
Der langjährige und bewährte Schriftführer Horst Rittmann ließ sich noch einmal breitschlagen und ebenfalls auf sechs Jahre wiederwählen. Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann nannte es sehr wichtig für die Bevölkerung, dass die Ortswehr schnelle und kompetente Hilfe gegen entfesselte Elementarkräfte leisten könne.
Wenn, grob gerechnet, jeder zehnte Einwohner aktiven Feuerwehrdienst leiste und jeder zweite dem Feuerwehrverein angehöre, dann spreche das für ein intaktes Sozialgefüge in Seelach.
Stadtrat Ralf Völkl würdigte neben der Leistungsstärke der Seelacher Wehr in ihren Kernaufgaben auch die besondere Kreativität des Vereins auf der gesellschaftlichen Bühne. Besonders gefalle ihm dabei das gute Miteinander von Jung und Alt. Kreisbrandmeister Martin Panzer sprach von derzeit gut aufgestellten Feuerwehren im Stadtgebiet Kronachs.
Mehrere Mitglieder des Feuerwehrvereins wurden für langjährige Treue geehrt. Bereits 65 Jahre gehört Franz Biesenecker zur Seelacher Feuerwehr. 60 Jahre sind es bei Manfred Geißler und Alfred Bittruf, 50 Jahre bei Karl Kessel und Reinhard Schnell, 40 Jahre bei Willi Barnickel. Auf 25-jährige Mitgliedschaft blicken Hermann Mäusbacher, Carsten Renner, Martha Förtsch, Günter Reinhardt und Wolfgang Reinhardt zurück.
red