Die zwei Familien in Bodengrub, einem Einsiedlerhof oberhalb von Letten, müssen derzeit ihr Trinkwasser abkochen.
Schon im Frühjahr war eine Abkochverordnung erlassen worden ist. Sie hat bis zum heutigen Tag Gültigkeit. Nachdem dieser Fall auch bei der Bürgerversammlung Thema war, griff ihn nun Bürgermeister Wolfgang Rast (IU) nochmals auf. Rast zufolge war im Hochbehälter eine Verkeimung festgestellt worden. Daraufhin wurde das Wasser abgelassen und der Hochbehälter desinfiziert.


Gefahr gebannt

Das Wasser lief in den Graben, wenn der Hochbehälter zwei Mal im Jahr überlief.
Doch in den Hochbehälter lief auch die Quelle bei Bodengrub ein, die dann bei der Ursachenforschung für die Verkeimung als Grund ausfindig gemacht wurde. "Als das festgestellt wurde, wurde die Quelle abgesperrt. "Gefahr erkannt, Gefahr gebannt", sagte Bürgermeister Rast.
Als Maßnahmen wird nun der Hochbehälter von der normalen Trinkwasserversorgung aufgefüllt. Dann stürzte man sich auf die Quelle, um den Grund für die Verkeimung ausfindig und unschädlich zu machen.
Dort wächst das Wurzelwerk von den umstehenden Bäume in die Quelle, was zu dem Eindringen der Keime führte.
Die Wurzeln werden zwar regelmäßig entfernt, wachsen jedoch immer wieder nach. "Vier Keime wurden gefunden", erklärte Rast. Natürliche Keime seien dies, die einem gesunden Menschen nichts anhaben könnten. Doch für ältere Menschen oder Kranke könnten sie gefährlich werden, weshalb laut Rast auch die Abkochverordnung in Kraft treten musste. Dies sei in Absprache mit dem Gesundheitsamt geschehen.
Die entsprechende Verordnung gilt für die beiden Familien in Bodengrub noch immer. Sie gilt, bis mit der neuen Wasserversorgung, welche die Gemeinde Igensdorf in Angriff nehmen wird, auch Bodengrub eine eigene Leitung erhält.