Freunde, Verwandte und Wegbegleiter haben gestern am Bamberger Friedhof Abschied genommen von Peter Seemüller, der als Architekt viele Spuren in der Stadt hinterlassen hat. Der Ehrenbürger der Universität Bamberg ist im Alter von 84 Jahren bereits am 5. Mai gestorben. Der Schwerpunkt von Seemüllers Arbeit lag in der Wiederbelebung von Denkmälern, zum Beispiel mit der Revitalisierung des Franziskanerklosters als Ämtergebäude. Der gebürtige Bamberger hat zunächst im Umland an Schulbauten (Lichtenfels), Rathäusern (Burgebrach) und Kirchen (Röbersdorf, Gundelsheim) gearbeitet. Die Liste der von ihm später restaurierten und gestalteten Gebäude ist lang und umfasst in Bamberg unter anderem die Müllverbrennungsanlage, die Landeszentralbank, das Amtsgericht und mehrere Studentenwohnheime. Auch die ehemalige Staatskanzlei in München und das Gymnasium der Englischen Fräulein in Nürnberg tragen Seemüllers Handschrift. mm