Josef Hofbauer

Mit einem dreifachen Salut beschlossen die Böllerschützen aus Weilersbach die Grundsteinlegung für das Weilersbacher Einkaufszentrum, das auf einem 10 200 Quadratmeter großen Areal "Am Letten", noch in diesem Jahr fertiggestellt werden soll. Nach alter Tradition wurden Zeitungen, ein Satz Münzen und die Baupläne in eine bronzene Zeitkapsel gesteckt und in den "Grundstein" eingemauert.
Matthias Hubert, geschäftsführender Gesellschafter der Sontowski und Partner Gruppe, ließ noch einmal die Entstehungsgeschichte des Projektes Revue passieren. Nun, so Hubert, gehe es an die Realisierung. Gleichzeitig versprach er, dass der Supermarkt mit der Naturholz-Lamellenfassade der "schönste Supermarkt der Region" werden soll. Als Investitionssumme nannte Hubert sechs Millionen Euro.


Meilenstein für Weilersbach

Formaljuristisch, so Hubert, sei ein Investor ein "Zustandsstörer". Deshalb sei es umso bemerkenswerter, dass der Gemeinderat Weilersbach stets einstimmig hinter dem Projekt gestanden habe.
Landrat Hermann Ulm (CSU) sprach von einem "Meilenstein für die Gemeinde Weilersbach." Das seien jene Impulse, die eine Gemeinde wie Weilersbach brauche. Besonders freute sich der Landrat, dass bei der Gestaltung des Supermarktes zwischen Walberla und Vexierkapelle auf die landschaftlichen Belange Rücksicht genommen werde.


Etwas bewegt

"Nur wer sich bewegt, der kann auch etwas bewegen", befand "Lokalmatador" Bürgermeister Gerhard Amon (CSU). Auch wenn hier bislang nur Erde bewegt wurde, so sei die Ansiedlung des Supermarktes für die Gemeinde ein großer Schritt nach vorne, denn damit werde die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Weilersbach weiter gestärkt. Der Ort bleibe so konkurrenzfähig. So gesehen sei die Entscheidung für den Supermarkt eine Entscheidung, die in die Zukunft weist. "Man kann sagen", so Amon: "Das ist das Highlight der letzten Jahrzehnte."


Zukunftsfähig bleiben

Es gehe darum, zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen. Die Kommune wolle aber auch Existenzgründern den Weg ebnen. Dann wurden die Dokumente in die Zeitkapsel gesteckt und Bürgermeister Amon, Landrat Ulm und Klaus-Jürgen Sontowski versuchten sich als Maurer.
Herzstück des von Sontowski und Partner errichteten Nahversorgungszentrums, das die Molento Immobilien GmbH für 15 Jahre an die Edeka verpachtet, ist der Vollsortimenter mit einer Verkaufsfläche von 1200 Quadratmetern. Betrieben wird der Einkaufmarkt von Bernd Sauer.


Mit Kinderspielplatz

In den von Architekt Max Küfner aus Schwabach geplanten Markt wird eine Filiale des "Kalchreuther Bäckers" integriert. Auf 200 Quadratmetern wird es neben klassischen Backwaren auch ein gastronomisches Angebot geben. "Essen und trinken", zitierte Matthias Hubert seine Oma, "geht immer." Den Besuchern des Einkaufmarktes und er Bäckerei stehen insgesamt hundert Parkplätze zur Verfügung.
Auf dem benachbarten 1700 Quadratmeter großen Grundstück realisiert die BTB Generalbau GmbH mit Thomas Janka an der Spitze eine Jet-Tankstelle. Abgerundet wird das Angebot durch einen großen Kinderspielplatz.