Sebastian Zeck empfing seine Gäste im Hof seines Anwesens in Stublang anlässlich seines 95. Geburtstags so, wie ihn jeder kennt: mit Walkingstöcken. Der Jubilar wurde als zweites von fünf Kindern in Steinfeld geboren und verbrachte dort auch seine Schulzeit und Jugend. Bis er zum Militär einberufen wurde, arbeitete er in der elterlichen Landwirtschaft in Steinfeld mit.


In russischer Gefangenschaft

Viereinhalb Jahre war er als Funker unter anderem unter Feldmarschall Rommel in Afrika an der Front, bis er in russische Gefangenschaft kam, wo er in einem Bergwerk bis 1949 schwer schuften musste.
Der Liebe wegen zog es ihn nach Stublang, wo er 1954 seine Maria heiratete. Vier Kinder schenkte sie ihrem Sebastian, die wiederum für sieben Enkel und sechs Urenkel sorgten. Leider verstarb 1997 seine Ehefrau. Die letzten 33 Berufsjahre bis zur Rente arbeitete Sebastian Zeck bei der Post in Lichtenfels. Im Ruhestand bereiste er noch viele Länder wie Ägypten, die USA, die Türkei oder Israel.


Vielen Vereinen treu

Auch dem VdK, der Feuerwehr, der Soldatenkameradschaft und dem Obst- und Gartenbauverein hält er seit Jahrzehnten die Treue. Ein Ständchen brachte ihm der Musikverein Pauzfeld, bei dem der Lebensgefährte seiner Tochter spielt. Zu den Gratulanten gehörten stellvertretender Landrat Helmut Fischer, Bürgermeister Jürgen Kohmann, und Stadtrat Wolfgang Herold. kl