Kulmbach — Bei einer der größten Triathlon-Veranstaltungen Spaniens kämpfte sich die Kulmbacherin Ulrike Schwalbe über die Mitteldistanz - 1,9 Kilometer Schwimmen, 94 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen - auf Platz 2.
Als erster Hauptwettkampf der Saison stand für Schwalbe der Triathlon in Vitoria-Gasteiz im Baskenland auf dem Programm. 1300 Teilnehmer begaben sich bei guten äußeren Bedingungen auf die Strecken. Bereits beim Schwimmstart im 15 Kilometer entfernten Ullibarri-Gamboa-Lake säumten mehrere tausend Zuschauer das Ufer und feuerten die Athleten an.

Gesamtplatz 1 zum Greifen nah

Mit einer soliden Schwimmleistung kam Schwalbe als 26. nach 34:58 Minuten und knapp 4:30 Minuten Rückstand auf die Führende und spätere Dritte Mireia Arrillaga aus dem Wasser. Beim Radfahren legte die Kulmbacherin allerdings richtig los, holte auf der welligen, aber landschaftlich reizvollen Strecke die zweitbeste Zeit und arbeitete sich so auf Gesamtrang 2 vor. Die spätere Siegerin Aintzane Argaiz Castro nutzte ihren Heimvorteil auf dem anspruchsvollen, weil windanfälligen Radkurs und war noch zwei Minuten schneller.
Die Laufstrecke führte durch die historische Altstadt der geschichtsträchtigen Metropole. Während bereits bei den ersten beiden Disziplinen eine beeindruckende Stimmung herrschte, brachten nun mehrere zehntausend Fans Vitoria-Gasteiz zum Kochen. Eine Kulisse, wie man sie in Deutschland allenfalls in den Triathlon-Metropolen Frankfurt und Roth erleben kann.
Schwalbe legte, getragen von der Begeisterung der einheimischen Fans, die schnellste Laufleistung auf den Asphalt, konnte den Rückstand auf die Siegerin (4:43:02) zwar nicht entscheidend verringern, kam aber überglücklich in 4:47:07 Stunden und mit 13 Minuten Vorsprung auf Mireia Arrillaga (5:00:17) als Zweitplatzierte ins Ziel.
Bei den Männern gewann mit Egoitz Zalakaini Erbiti in 4:13:54 Stunden ebenfalls ein Einheimischer, der schon mehrere internationale Top-Platzierungen bei Challenge-Rennen auch über die Langdistanz aufzuweisen hat. red