Andreas Oswald

Vor dem Hintergrund der Gewaltorgie in der Kölner Silvesternacht und der sich allgemein verschärfenden Sicherheitslage werden in der Nacht zum 1. Januar auch in Forchheim die Kontrollen intensiviert.
"Wir sind verstärkt im Einsatz", bestätigt der stellvertretende Leiter der Forchheimer Polizeidienststelle, Robert Schaffranietz. Über die Zahl der Beamten vor Ort darf er keine Auskunft geben. Nur so viel: Oberfrankenweit sind 100 Ordnungshüter mehr im Einsatz als gewöhnlich. Dies gab Jürgen Stadter vom Polizeipräsidium in Bayreuth bekannt. Wie Robert Schaffranietz berichtet habe man sich mit dem Ordnungsamt der Stadt über die Zahl der öffentlichen Silvesterveranstaltungen ausgetauscht. Die größte Silvesterparty in der Stadt sei in der Jahnhalle. Sigrid Mauser vom Ordnungsamt erklärt, dass die gleichen Regelungen wie im Vorjahr Gültigkeit hätten. Am Rathausplatz stehen bereits Schilder, die das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen, wie Raketen, verbieten. Die Polizei wird die Einhaltung von Recht und Ordnung kontrollieren, versichert Schaffranietz: "Wir werden an den Brennpunkten der Stadt mit Fahrzeugen, aber auch mit Fußstreifen unterwegs sein". Auch auf sexuelle Übergriffe sei man vorbereitet. Solche Delikte sind zwar im Forchheimer Polizeibericht der Silvesternacht 2015/16 nicht aufgetaucht, aber zur Erinnerung: Erst kürzlich wurde ein Mädchen im Forchheimer Stadtpark von jugendlichen Asylbewerbern "angegrabscht" - und in Kersbach machte Ende Mai die versuchte Vergewaltigung einer 17-Jährigen durch einen 26-jährigen Mann arabischer Herkunft Schlagzeilen.