Mit guten Leistungen glänzten die Entlassschüler der Adam-Riese-Haupt- und Mittelschule Bad Staffelstein. Am Mittwoch war Abschlussball in der Peter-J.-Moll-Halle und die Zeugnisse wurden überreicht. Von 20 Prüfungsteilnehmern der Klasse 9a hatten die Prüfung 18 bestanden.
Julia Notka erreichte einen Notenschnitt von 1,83, Jakob Zipfel schnitt mit der Note 1,88 ab. Elternbeiratsvorsitzende Katja Hennemann überreichte Präsente. Zehn Schülerinnen und Schüler haben eine Ausbildungsstelle, andere gehen in weiterführende Schulen, drei sind noch auf der Suche.


Schule wird barrierefrei

Bürgermeister Jürgen Kohmann rief in Erinnerung, dass die Stadt die Rahmenbedingungen für einen reibungslosen Unterrichtsablauf schaffe. Er kündigte an, dass die Schule demnächst saniert und barrierefrei umgebaut werde. Schulleiterin Astrid Balzar bezeichnete den Schulabschluss als den Anfang eines neuen Lebens. "Sie haben Höhen und Tiefen durchstanden und überwunden", sagte sie. Nicht ganz ernst gemeint war die Feststellung des Klassenlehrers Reinhold Zellmann: "Endlich sind wir die Rasselbande los."
Doch die Schüler hätten es den Lehrern nicht immer leicht gemacht. Als er die Klasse vor drei Jahren übernahm, seien viele nicht gern zur Schule gegangen, manche hätten Angst vor den Mitschülern und immer wieder sei es zu Streitereien gekommen. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin und der Förderlehrerin sei es gelungen, dass am Schluss alle gerne, ohne Angst und regelmäßig in die Schule gingen.
Zum Gaudium von Schülern und Eltern erwähnte Zellmann besondere Vorkommnisse der letzten Jahre. Bei den Bundesjugendspielen sei plötzlich eine Krankheitswelle ausgebrochen. Ein Schüler hatte das Waschbecken im Klassenzimmer in der Hand und meinte, er hätte nichts getan. Beim Schulausflug nach Berlin wollten die Teilnehmer nicht in die gebuchte Disco, sondern lieber ins Bett. Ein Schüler behauptete im Unterricht: "Ich lass mich von Sie nicht meinen Dialekt verbieten." Manche Schüler fehlten beim Sportunterricht, weil sie glaubten, Sport sei Mord, und sie wollten doch leben. Vor der Entlassfeier fand ein ökumenischer Gottesdienst mit dem katholischen Stadtpfarrer Georg Birkel und dem evangelischen Pfarrer Matthias Hagen statt.
Die Feier gestaltete der Lehrerinnen- und Lehrerchor unter der Leitung von Walter Breitenbach. Die Schülerinnen und Schüler erfreuten mit zwei Liedern, die Bernd Donath begleitete. Schülersprecher Anke Flügel und André Menger überreichten ihrem Klassenlehrer Blumen.