Ein schnelleres Internet und noch mehr Bandbreite sind auch in Baunach wie in allen anderen Kommunen erklärtes Ziel. Hierzu stellte das Ingenieurbüro Reuther aus Bad Staffelstein in der Sitzung des Stadtrates den Masterplan für Baunach vor. Das politische Ziel seien, so Siegbert Reuther, 50 MBit/s bis Ende 2018, langfristiges Ziel seien allerdings 100 MBit/s, die im Zeitraum 2020 bis 2025 bis 1000 MBit/s ausbaubar sein sollen - was allerdings nur mit der neuen Glasfasertechnik statt der herkömmlichen Kupferleitungen erreicht werden könne.
Wie in allen Gemeinden biete es sich an, bei notwendigen kostenintensiven Tiefbauarbeiten die Glasfaserkabel gleich mitzuverlegen. Der Masterplan in Baunach sieht zwei Zentralen, sechs GF-Schächte und eine große Zahl von GF-Netzverteilern vor, die das Glasfaserkabel dann bis zu den Häusern führt. Bürgermeister Ekkehard Hojer (CBB) sagte zu, dass man sich bei Neubaumaßnahmen an den Masterplan halten wolle, wobei Kosten von bis zu 6000 Euro pro Hausanschluss entstehen könnten.


Fairtrade ist angesagt

Positiv stand die Stadt Baunach der Idee gegenüber, an der "Fairtrade Towns-Kampagne" teilzunehmen. Für die Stadt Baunach stellte Melanie Schmitt das Projekt vor. Danach sollen Produkte, wie Kaffee, Tee oder auch Kleidung, bevorzugt werden, die aus "fairem Handel", also unter Ächtung der Kinderarbeit, Mindestpreisen oder einem fairen Lohn stammen. Auf dem Weg zur "Fairtrade-Town" soll eine lokale Lenkungsgruppe gebildet werden, an der für die Stadt Baunach Melanie Schmitt mitarbeitet. In Baunach müssten sich zwei Geschäfte und ein Gastronomiebetrieb beteiligen, in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen sollten Fairtrade-Produkte verwendet werden. So beschloss der Stadtrat einstimmig, an dieser Kampagne teilzunehmen und verpflichtete sich, künftig bei allen Rats- und Ausschusssitzungen ein Getränk aus fairem Handel (Saft, Kaffee, Tee) zu verwenden.
Großzügig war der Stadtrat beim Antrag des Musikvereins Stadtkapelle Baunach auf Bezuschussung der Anschaffung eines Soundsystems und der Anschaffung von Trachten für die Jungmusiker. Die Verstärkungsanlage wird mit 225 Euro, die Trachten mit 753 Euro werden bezuschusst, wobei der Wunsch von Rudi Wacker (SPD), dann auch auf den Trachten das Stadtwappen Baunachs anzubringen, nach Möglichkeit berücksichtigt werden soll.
Weniger Glück hatten die Pferdepartner Franken, die gerne eine Bezuschussung der Pachtkosten in Höhe von 4600 Euro für Weideflächen und Stallungen für die letzten beiden Jahre erhalten hätten. Bürgermeister Hojer plädierte dafür, den Antrag zurückzustellen, da derzeit eine Flächennutzungsplanänderung in Arbeit sei und der derzeitige Standort der Pferdepartner Franken sich, so Jörg Mausolf (CSU), in einer rechtlichen "Grauzone" befinde. Erst dann, wenn die Situation geklärt sei, könne über den Antrag entschieden werden. Der Stadtrat schloss sich dieser Empfehlung einstimmig an.
Neue Stühle und Tische gibt es hingegen für den Caritasverein St. Oswald Baunach - die alten im Kindergarten waren 20 Jahre alt und stark reparaturbedüftig. Die Stadt Baunach beteiligt sich mit 50 Prozent an den Anschaffungskosten von 10 371 Euro für die drei Kindergartengruppen mit jeweils 25 Kindern.
Zustimmung erfuhr auch der Antrag von Andrea Weigler (CSU), die Durchführung des Altstadtfestes betreffend. Danach werden die Kosten für den Sicherheitsdienst bis zu 50 Prozent, maximal aber 1100 Euro, übernommen, die Bühne wird vom Bauhof der Stadt Baunach aufgebaut und das Altstadtfest kann kostenlos im Mitteilungsblatt beworben werden.


Sportanlage wird eingeweiht

In seinem Kurzbericht wies Hojer auf die Einweihung der neuen Schulsportanlage von Freitag, 26. Mai, bis Sonntag, 28. Mai, hin. Es finden neben der Segnung am Freitag diverse Fußball- und Leichtathletikveranstaltungen statt, Höhepunkt ist ein Fußballspiel des Stadtrates gegen die Elf des Kreistages.
Der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könne auch die Kelleranlage Lechnerbräu nach Erledigung kleinerer Sicherungsmaßnahmen. Gut angenommen werde auch das neue E-Car der Verwaltungsgemeinschaft, dieses sei schon bis Ende Juni ausgebucht.